Die Ruine Irslingen befindet sich auf einem kleinen "Umlaufberg" im Tal der Schlichem. Dieser überragt das Tal nicht. Beeindruckend ist der teilweise von Mauertrümmern verfüllte, U-förmige Burggraben immer noch. Er stellte, wie eigentlich immer, gleichzeitig den Steinbruch zur Gewinnung der Mauersteine dar. Das eigentliche Burgareal ist eher schmal und langgezogen und verjüngt sich mit zunehmendem Abstand zum Burggraben. Der historische Zugang dürfte sich durchaus an der Stelle des heutigen Zugangs befunden haben. Leider sind auch an dieser Ruine an den verbliebenen Umfassungsmauer-Resten gut gemeinte, fantasievolle Ergänzungen aufgemauert worden. Und ebenso wenig hilfreich wurden auch hier die Sicherungsarbeiten mittels Zementmörtel durchgeführt. Der große Schuttberg im Burgareal lässt vermuten, dass es hier ein größeres Gebäude und vielleicht noch ein kleineres gab. Eine Burg hatte nicht zwangsläufig auch einen Turm (Bergfried)! In den meisten Fällen war so ein Bergfried ohnehin nur Statussymbol und sollte darüber hinaus Wehrhaftigkeit demonstrieren oder eher vortäuschen! Interessant ist der erhalten gebliebene Zusammenhang mit einer ehemaligen Mühle samt Mühlkanal und einem Wirtschaftshof. Da die unfreien Bauern im Gegensatz zu freien Bauern einem Mühlenbann unterlagen, konnte der Grundherr so den Einzug des Zehnten durch den Müller kontrollieren.
Fotos
Bewertungen
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Dieter Harry Schröder ★★★☆☆
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Marketingwelt Lipp ★★★★★
Die ehemalige Herzogsburg Urslingen und heute in Privatbesitz befindende Ruine Irslingen ist jetzt keine Attraktion oder historische Sehenswürdigkeit, für welche man allein herkommen müsste. Zu eingefallen, naturbelassen und unspektakulär ist der Ort und ein matschiger Pfad führt hinauf. Aber er sollte auf einer Wanderroute durch das Schlichemtal einmal besichtigt werden bzw. aufgesucht werden. Nicht weit von der Stelle gibt es einen Übergang zu den Wasserfällen und Kaskaden und die Möglichkeit auf dem geteertem Waldweg weiterzuwandern oder eine der schönen Waldrandtrouten zu nehmen. In Kombination mit einem kurzen Besuch, einer kleinen Aussicht und eben einer alten Ruine mit einem Geschichtsschild, kann man das schon machen. Definitiv ist der Aufstieg nichts für gebrechliche Leute, Familien mit Kinderwagen oder Wanderer mit schlechtem Schuhwerk bei feuchtem Wetter. Wir werden bei unserer nächsten Tour sicher wieder dort vorbeilaufen, aber lieber die Bank unten zum Päuschen verwenden und dann weiter über die Brücke zu den Wasserfällen und den tollen Waldwanderwegen am Hang.
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Uwe Ohneburg ★★★☆☆
Um 1178 als Burg Urslingen erstmals erwähnt, also vorher erbaut. Und damit eine der Alten. Erbaut für die Herren von Urslingen. Der Konrad war bei den Staufern hoch angesehen. Er war Herzog von Spoleto und Reichsverweser von Sizilien. Die Burg gehörte also einer wichtigen Familie. Die Gemahlin von Konrad erzog den berühmten Kaiser Friedrich II. Nachdem Rainald von Urslingen, zeitweise kaiserlicher Stellvertreter in Italien und Sizilien in Ungnade fiel und eingekerkert wurde, konfizierte man seine Güter. Der Rest der Familie zog wieder nach Schwaben. Mit Behalt des Herzogtitels. Doch ihr Besitz wurde immer weniger. 1327 wurde die Stammburg Württembergisch.1381 verkaufte der letzte Herzog Reinold VI den letzten Besitz an Württemberg. Er verstarb als "Bettelherzog". Die Burg wurde im 16. Jahrhundert zerstört. Sonst ist darüber nichts bekannt. Heute befindet sie sich in Privatbesitz. Vor Ort findet sich nur eine Infotafel zur Geschichte, von dieser und aus Wikipedia hab ich die Infos. Leider gibt es keinen Lageplan bzw. Grundriss. So muss man seine Fantasie bemühen. Der Trampelpfad nach oben quert den Burggraben, kommt vermutlich an einen Torbau oder Turmrest. Auf der anderen Seite finden sich Mauerreste, die sich nach hinten fortsetzen, alles ohne die üblichen Buckelquader. In der Mitte ist eine Art Burghügel, vermutlich nur ein Schutthaufen. Da der gesamte Umlaufberg sich selbst überlassen wird und zuwächst, überall umgefallene Bäume und Gestrüpp, sieht es auf der Bergspitze und damit in der Ruine genau so aus. Eine richtige Besichtigung scheitert an der Natur bzw. an der Pflege. Doch bei Privatbesitz stellt sich immer die Frage, wer soll's bezahlen? Zum Besuch von der Brücke über die Klamm nach rechts, da kommt links eine Bank von da aus dem Trampelpfad den Berg hoch folgen. Bis dahin durch die Schlichemklamm laufen. Oder alternativ dem Epfendorfer Weg folgen, in der Nähe der Reitschule abbiegen auf einen asphaltierten Feldweg Richtung Förderverein. Ich hab dann am Waldrand geparkt und bin runter ins Tal gelaufen.
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Carsten Brinkmann ★★★★☆
Die Ruine ist in Privatbesitz und Recht abgelegen. Rücksschnitt der Gebüsche wohl eher selten, aber das macht den besonderen Reiz aus. Hier gibt es Ruinencharm und Lost place Atmosphäre. Ich mag das. Perfekt für Waldbaden
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Patrick Henry ★★★★★
Sehr schoen und verwunschene Ecke dort auch die schlichem Klam um die Ecke.
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Victor Schein ★★★★★
Klein aber fein. Nicht unbedingt rollstuhlgerecht, aber trotzdem schön.
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Harry Polesnik ★★★★★
Kleine aber feine Ruine. Der Abstecher zur Ruine lohnt sich. Empfehlenswert
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Manuela Rentschler ★★★★☆
Von der Ruine aus hat man einen tollen Ausblick der Aufstieg lohnt sich!
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Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Adresse von Burgruine Irslingen?
Das Burgruine Irslingen befindet sich in der Butschhof 2, 78736 Epfendorf, Deutschland
Wie kommt man zum Burgruine Irslingen?
Zum Burgruine Irslingen gelangen Sie über den folgenden Link