Mein Besuch im Tacheles – oder warum es so schwierig für einen Österreicher ist, in Deutschland zu überleben Für einen Koch gibt es drei große kulinarische Herausforderungen: ein Soufflé, ein Filet Wellington und ein Wiener Schnitzel. Letzteres ist nicht einfach Handwerk, sondern Wissenschaft wie Kunst gleichermaßen. Das Plattieren bzw. Klopfen des edlen Stücks Fleisch ist eine Kunstfertigkeit, die jahrzehntelanges Training erfordert. Das Panieren verlangt die Präzision eines Astronauten – die Semmelbrösel müssen die richtige Konsistenz haben und dürfen keinesfalls mit zu viel Druck ans Fleisch gepresst werden. Das Herausbacken des Schnitzels in Butterschmalz ist der nächste heikle Schritt. Ist die Temperatur des Schmalzes nur ein Grad zu hoch oder zu niedrig, kann schon alles verderben. 175 Grad – exakt! Nicht mehr und nicht weniger! Das Schnitzel wird dann mit wellenartigen Bewegungen im heißen Fett in rhythmische Bewegung versetzt und goldbraun gebraten. Dies nennt man Soufflieren. Schnitzel soufflieren bedeutet, die Panade durch Schwenken des Schnitzels im heißen Fett so aufzulockern, dass sie sich vom Fleisch löst und wellenartig aufbäckt. Die Technik sorgt für eine besonders luftige und knusprige Kruste, da sich im Zwischenraum Luft ansammelt – eine Fertigkeit, die nur die größten Küchenchefs beherrschen. Das goldbraune Schnitzel wird liebevoll abgetupft und mit einer Zitronenscheibe garniert angerichtet. Dazu reicht man einen lauwarmen Erdäpfelsalat – schön „schlierig“ – mit Hesperidenessig, Schalotten und Schnittlauch. Auf Wunsch eventuell Preiselbeeren. Ketchup dazu zu bestellen, ist vielerorts in Österreich eine schwere Straftat – eines der wenigen Vergehen, für die es noch die Prügelstrafe geben dürfte. Aber ich schweife ab. Im Tacheles jedoch wird das Schnitzel auf Kundenwunsch zusätzlich mit Schmelzkäse überbacken – ein Anblick, der bei einem Wiener einen septischen Schock auslösen kann. Doch das ist nur der Beginn des Horrors, keineswegs das Ende. Im nächsten Schritt des Martyriums meiner kulinarischen Passionsgeschichte musste ich feststellen, dass das durch den Käse zur Unkenntlichkeit entstellte Schnitzel dann auch noch in einem See von Sauce ertränkt wird. Hier gilt das Motto: Pick your poison. Der Delinquent kann aus einem reichhaltigen Angebot an Saucen wählen: Pfeffer-, Champignon-, Teufels-, Braten- oder – am allerekelhaftesten – Sauce Hollandaise. Um die maximale Qual zu verursachen, bestellten meine Begleiter natürlich Hollandaise. Ich werde es nie verstehen. Zuerst paniert man das Schnitzel, um es knusprig zu bekommen, und dann ertränkt man es in Sauce Hollandaise! Und ich spreche hier nicht von einem Löffel Sauce – nein, das arme Schnitzel wurde regelrecht ertränkt, fast wie eine Einlage in einer Hollandaise-Suppe. Auch bei der Beilage ließen sich meine Begleiter nicht lumpen und bestellten Pommes mit Ketchup und Mayo. Auch hier galt: Viel hilft viel! Die Fritten verschwanden unter einer dicken Schicht Mayo, die an den Berührungspunkten zum Ketchup rosa ausfranste. Über die Zeit konnte man zusehen, wie die Pommes das viskose Majogemisch aufsogen, weich und „letschernd“ wurden und die Konsistenz von Babynahrung annahmen. Fassungslos war ich vor Erstaunen, dass es meinen Begleitern gut geschmeckt hat – sie bemängelten sogar, dass nicht genug Sauce auf dem Schnitzel und zu wenig Mayo auf den Pommes war. Da kann man weder dem Koch noch dem Restaurant einen Vorwurf machen. Schade, denn man kann im Tacheles gut essen. Ich hatte eine badische Spezialität: Ochsenbrust mit Meerrettichsauce und Suppenkartoffeln (Kren-Sauce und Bouillon-Erdäpfel). Das war wirklich hervorragend! Der Koch hat hier große Fähigkeiten bewiesen. Das Fleisch war schön weich gekocht, hatte aber noch Biss. Selbiges galt auch für das Suppengemüse. Die Meerrettichsauce hatte eine runde, leicht süßliche Schärfe, die einen schönen aromatischen Kontrast zum Bouillongeschmack der Ochsenbrust bildete – das radikale Gegenteil zu den Speisen meiner Begleiter.. Man kann im Tacheles gut essen aber man muss weise wählen !
Fotos
Bewertungen
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Günther Schatzl ★★★★☆
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M. Reetz ★★★★★
Leckeres Bier! Toller Service! Schöne Ausstattung. Der Laden ist immer voll. Besser im Vorfeld einen Tisch reservieren! Wir hatten Glück das gerade ein Tisch frei wurde. Kleine Info: Schäufele in Freiburg ist im restlichen Teil Deutschlands einfach Kassler.
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Ecky von Rietberg ★★★★☆
Der Trumpf des "Tacheles" ist eindeutig das Personal. Alle waren super nett und aufmerksam. Habe dies schon anders erlebt. Das Ambiente im Sommer draußen in Innenhof ist sehr einladend. Zu Essen hatten wir Schnitzel. Ich würde sagen die sind OK. Schnitzel und Bratkartoffel sind gut angebraten und gewürzt. Was man vielleicht verbessern kann, ist die Haut auf der Soße in dem kleinen Kännchen, vor dem servieren vielleicht nochmal umrühren. Dies passiert durch die Bindungsmittel beim warmhalten. Geschmacklich war die Soße aber ok. Wäre rein optisch. Ich würde auf jeden Fall wiederkommen.
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Senec Tarius ★★★★★
Die Rezension lassen vermuten, dass es ungewöhnlich große Portionen sind. Das ist nicht der Fall. Die Schnitzel sind normal groß. Sie sind aber sehr sehr lecker. Kann man empfehlen. Bequeme Sitzgelegenheiten
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Hannes Seeger ★★★★☆
Waren mit einer großen Gruppe dort, dass Personal war super nett und das Ambiente war auch stimmig. Das Essen war soweit gut, nicht unbedingt die höchste Produktqualität, kann man aber für die Preise auch nicht erwarten. Von dem her ein rund um gelungener Abend.
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Carsten Weber ★★★★★
Tolles Ambiente im Kellergewölbe. Hier kommt jeder Schnitzel Fan auf seine Kosten. Service war sehr nett und freundlich. Essen kam sehr schnell, fast etwas zu schnell da ca. 3 min nach dem Vorspeisen Salat. Gute Portionen, die Pommes waren relativ schnell kalt bzw. beim servieren schon nicht so heiß.
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Martin Degenkolb ★★★★☆
Lockere und stimmige Atmosphäre. Service ist super nett. Je nach Gäste aufkommen, wird das Essen und die Getränke zügig serviert. Plätze reservieren würde ich empfehlen.
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Daniel Manhart ★★★★★
Leckere Schnitzel, Salate, und Jahreszeitgerichte. Das Ambiente ist super, in einem alten Kellergewölbe befindet sich das Restaurant. Man sitz nicht zentral zusammen mit anderen Gästen, sondern in kleinen Räumen mit wenigen anderen. Vorsicht, bei fussballspielen kann es sehr voll werden. Alles in allem sollte jeder Besucher mal hier einkehren und genießen.
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Moin Moin ★★★★☆
Angenehmes uriges Ambiente im Keller. Personal ist nett und direkt. Preise für Getränke und Speisen angenehm. Schnitzel kommt bereits wenige Minuten nach Bestellung an den Tisch, was verdächtig schnell ist. Geschmacklich aber gut, auch wenn die Portion größer sein könnte. Dazu ist die Preisgestaltung seltsam, da ein Schnitzel Wiener Art genauso viel kostet wie sämtliche Schnitzel mit Soße.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Adresse von TACHELES?
Das TACHELES befindet sich in der Grünwälderstraße 17, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland
Wie lautet die Telefonnummer von TACHELES?
Sie erreichen das TACHELES unter +49 761 3196669
Wie kommt man zum TACHELES?
Zum TACHELES gelangen Sie über den folgenden Link