Wir waren zwei Mal hier. Ich würde es anderen Eltern als einen konservativen 'Laden' mit einem klaren, durchdachten Konzept beschreiben. Letzteres ist gar nicht so leicht zu finden, also ein Ort an dem Intensivtherapie - gerade im Bereich Mundmotorik - mit rotem Faden durchgeführt wird. Das hat uns hingeführt und das schätze ich. Das Ganze findet in hübschen, gepflegten Räumen statt, barrierefrei und mit einer Art Elternlounge für die Wartezeiten, in welcher toller Austausch stattfinden kann. Auch Padovan an sich ist ein logischer Ansatz - dies erfährt man allerdings nur wenn man explizit um eine solche Aufklärung bietet. Zwar ist ein Elternabend Teil jeder Intensivwoche, das Konzept kommt m.E. nach jedoch zu kurz / bleibt zu oberflächlich behandelt, während stattdessen zu Erziehung belehrt wird. Mit 'konservativ' meine ich das Klima insgesamt: eine Starrheit des Vorgehens und ein angestaubtes Bild von Eltern und Kind. Dafür, dass der Ansatz im Ursprung ziemlich ganzheitlich bedenkt, welche sensomotorischen Folgen eine körperliche Behinderung oft mit sich bringt, wird dies beim Setting nicht einfühlsam mitgedacht: Direktes Loslegen ohne Warmwerden, ab in die Rückenlage / ab ans empfindliche Gesicht, dabei viele Therapeuten- und Raumwechsel. Darauf schichten sich fast zwanghaft anmutend, überall verteilte Regelschilder, Verbote und die spürbare Priorisierung: Geld vor Fairness gegenüber den von Behinderung betroffenen Familien. Ersteres schafft nicht gerade eine warme Atmosphäre, ist aber ein Weg um das Zentrum so gepflegt und gut funktionierend zu bekommen. Ist 'gut zu wissen' , aber kein Grund, die Therapie nicht aufzusuchen. Das Thema Geldmacherei ist für mich das eigentliche Problem. Damit meine ich nicht die Therapiequalität selbst sondern das 'Drumrum': Ein kleines Beispiel wäre, dass man bei Ersttherapie einen völlig überteuerten USB Stick erwerben muss, um an das Logomaterial zu kommen, welches man als HA mitbekommt - anstatt den Familien vorab transparent zu mailen: bringt gern einen USB Stick mit. Auch die Kosten der Ferienwohnungen beinhalten so viele Zusatzgebühren für jede kleinste Sache, ohne gleichzeitig auch nur ein Salzkörnchen oder Spülmaschinentab in der Wohnung zu lassen. Das Schlimmste ist jedoch die Handhabung von Stornierungen. Vorab: ich verstehe sehr wohl, dass ein Therapiezentrum a) von etwas 'leben muss' und b) eine Verschwendung von Therapieressourcen verhindern will. Wenn ich daheim kurzfristig (später als 24h vorher) eine Physioeinheit absage, ärgere ich mich zwar auch über Ausfallhonorar, verstehe jedoch die Logik dahinter: es kann nicht neu besetzt werden. Zudem hängt diese Regelung fett gedruckt aus und ist völlig transparent gemacht. Bei Iven mussten wir unsere dritte Therapie-Woche einen Monat vor Start absagen. Wir haben eine Familie organisiert, die genau diese Einheiten gern übernommen hätte. Weil es nicht 5 (!) Wochen früher war, wurden 100€ Bearbeitungsgebühr(!!) berechnet. Gleichzeitig wurde der anderen Familie mitgeteilt, der Platz sei gar nicht frei, da das Zentrum eh überbucht gewesen sei. Unterschreiben tut man bei Reservierung dass man AgBs zustimmt, die dann auf der Homepage aufgeschlüsselt sind und dort erst die besagte Regelung beinhalten. Ja, es ist rechtlich korrekt(so auch in gehässigem Ton per Mail an mich formuliert 'klingt nach einem Fall von AGBs nicht lesen'). Menschlich ist es nicht korrekt. Vor allem nicht wenn man ausschließlich mit eh von Armut bedrohte Familien arbeitet, deren Kinder erhöhte Risiken für plötzliche Verschlechterungen und Notfälle haben. Es wäre kein Ehrenamt, wenn man die Familien explizit informieren würde, auf die intuitiven 4 Wochen vorher runtergehen würde, für den Click auf 'Löschen' eine realistische Bearbeitungsgebühr von max.10-15€ berechnen würde und kein Ausfallhonorar, sofern sich ein Ersatzpatient findet - der müsste dann aber auch genommen werden. Ohne diese Erfahrung wären wir trotz o.g. Kritikpunkte wiedergekommen - und hätten die für uns wichtigen Behandlungsumstände einfach proaktiv verhandelt/eingefordert.
Fotos
Bewertungen
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Anna Wie ★★☆☆☆
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Patrizia Keys ★★★★★
Wir sind zum dritten Mal hier gewesen und kommen nächstes Jahr wieder. Wir sind super zufrieden mit der Intensivtherapie, auch mit Gleichgesinnten sich auszutauschen. Super Empfehlung für Kinder mit Behinderung jeglicher Art. Wir finden es schade, dass es so ein Angebot nicht im Norden Deutschlands gibt.
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Sascha Günther ★★★★★
Wir fahren mit unserem Sohn seit 10 Jahren Regelmäßig zur Therapie nach Baiersbronn. Julian hat ein unbekanntes Syndrom mit vielen Begleiterkrankungen und bekommt zu Hause seit seiner Geburt viele Therapien, jedoch machte er kaum Fortschritte. Als wir das erste Mal ins Therapiezentrum gekommen sind, hatten wir große Erwartungen. Julian konnte mit 4 Jahren nicht Stehen, nicht Gehen, nicht sprechen , nur mit Hilfe sitzen und Mahlzeiten wurden fein püriert, sonst Bestand hohe Aspirationsgefahr. Wir wurden darauf hin gewissen, das die Fortschritte nicht sofort auftreten werden und mit Arbeit sowie Ausdauer verbunden sind. Die Therapeuten haben Julian immer freundlich und kompetent behandelt. Trotz wechselnden Therapeuten, blieb die Behandlung in der jeweiligen Intensivwoche stets gleich, auch durch die hilfreichen Eintragungen in das Therapieheft. Bei Erkrankung des Therapeuten wurde Versucht trotzdem die Therapien durchzuführen. Uns wurden die Übungen immer genau und verständlich erklärt. Fragen wurden immer zu unserer Zufriedenheit beantwortet. Auch bei immer wieder Neuauftretenden Erkrankungen, versuchte Fr. Iven uns zu helfen, letztendlich war sie die einzige trotz vieler Arztuntersuchungen, die bei unserem Sohn eine verdeckte Gaumenspalte entdeckte. Sie war streng bezüglich der Übungen, die wir zu Hause durchführen sollten. Es war für uns nicht leicht, da wir beide Vollzeit arbeiten und noch einen jüngeren Sohn haben. Julian wird inzwischen 14 Jahre Alt, kann selbst vom Tisch essen, kann sitzen, stehen, gehen., sprechen und kurz vor seiner Einschulung mit 8 Jahren lernte er auch schreiben. Julian besucht eine Förderschule L, das war früher für uns undenkbar. Fr. Iven hat ein großes Fachwissen und ist immer bemüht mit ihrem Team, das beste für die Kinder zu machen. Ich kann dieses Zentrum nur empfehlen, aber der Mangel an freien Terminen spricht für sich. Wir danken dem ganzem Therapiezentrum für dieses Wunder, dass sie bei unserem Sohn vollbracht haben. Auch den freundlichen Mitarbeitern am Empfang und denen, die die Termine koordinieren. Wir und unser Sohn freuen uns wieder auf den nächsten Besuch, bei jeder neuer Intensivwoche bekommen wir neue Übungen oder Aufgaben und unser Sohn überrascht uns immer wieder mit neuen Fortschritten. DANKE das es Euch gibt ! Familie Proske / Günther
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Tatjana Viaplana ★★☆☆☆
Achtung, extrem übergriffige Therapie. Wie in einer Fabrik werden die Kinder beinahe bei jedem Termin von einer anderen Therapeutin betreut. Leider haben die Tehrapeutinnen verlernt, sich z.B. vor der Behandlung beim Kind vorzustellen. Sie schnappen sich das Kind, legen es auf den Boden, arbeiten übergriffig am Körper. Da muss man als Eltern einschreiten und eine vertrauensvolle Basis für das Kind schaffen (Können sie sich meinem Sohn bitte kurz vorstellen....). Auch als Eltern wird man hier sehr schlecht behandelt, angegriffen und blöd angeredet, sogar angefahren! Legen Sie sich ein Dickes Fell zu, bereiten Sie sich auf diese Herausforderungen vor. Wir waren zweimal da, ich finde die Woche hat viel gebracht. Ich kenne aber auch Familien, wo das Kind im Nachhinein so traumatisiert war, dass es 6 Monate lang Therapien verweigert hat!!!! Also eine Empfehlung unter Vorbehalt. (Auch die Wohnungen, die vom Zentrum direkt angeboten werden, sind mit Vorsicht zu geniessen. Uns wollte man im Nachinein Schäden anrechnen, die nicht von uns verursacht wurden. Auch die Gerbauchsanweisung der Wohnungen zeigt, dass es hier Eltern nicht unbedingt leicht gemacht wird.)
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Tine to ★★★★★
Wir waren nun das 5. Mal mit unserem Sohn da und könnte jedes Mal tolle Erfolge erzielen. Beim ersten Mal war es für uns auch befremdlich, da durch verschiedene Praxen, wie Nase zuhalten damit eine Pfeife ein Geräusch macht, für uns als Außenstehenden etwas hart wirkte. Daher kann ich andere Beiträge grundsätzlich verstehen. Keiner dieser Praktiken schadet aber dem Kind! Am Anfang ist es manchmal aber wirklich schwierig anzusehen. Trotzdem geben die Erfolge der Therapie Recht. Unser Sohn mit einem seltenen Gendefekt, wozu unter anderem eine Muskelschwäche inkl. Trinkschwäche gehört, konnte nach 4 Tagen aus einem Strohhalm trinken. Das war eine mega Sache für uns. Auch die anderen 4 Besuche hatten sofort Erfolge und in den Wochen nachfolgende Ergebnisse. Besonders das ovasziale Training ist Gold wert. Was wir hier in einer Woche erzielen schafft das Zentrum für Frühbehandlung in einem halben Jahr nicht. Auch stimmt es, dass manche Therapeuten einem weniger sympathisch sind. Aber man hat ja viele im Wechsel und manchmal ist eine strengere Person gar nicht so schlecht. Wenn es gar nicht passt, kann man es aber an der Rezeption auch sagen. Die sind sehr bemüht. Eine Anbahnung an die Therapeuten findet nicht statt. Wir machen das immer selber indem wir mit den Therapeuten ein Begrüßungslied von uns aus singen. Je nach Therapeuten muss man auch nach dem Zweck der Übung fragen. Nicht jeder ist da ausführlich. Da ist eben Eigeninitiative gefragt. Die Verwendung einer Sandweste bei der Logo dient natürlich den Kindern dazu sitzen zu bleiben. 45 Minuten sind auch einfach lang. Aber man sollte dies nicht als Zwangsweste ansehen, sondern als das was es ist. Die Kinder spüren sich besser, weil sie eine Begrenzung haben und sich dadurch besser konzentrieren können. Schön ist übrigens auch der Kontakt zu anderen Familien mit besonderen Kindern. Für uns hat es immer etwas Heilendes. Tut gut für die Psyche. Ich möchte aber nicht verhehlen, dass das Zentrum sehr auf Down Syndrom ausgerichtet ist. Aber auch Kinder mit Spastiken, Lippen - Gaumenspalten oder Fütterungsschwierigkeiten werden dort gut therapiert. Das Zentrum liegt wirklich am Arsch der Welt. So kann man sich aber sehr gut auf die Therapie und auf die Familie besinnen. Auch wenn wir nach dem ersten Therapie Woche so unsere Zweifel hatten, weil wir etwas anderes erwartet haben, geben die Ergebnisse der Sache Recht. Dass mehrfach am Tag dieselben Einheiten wiederholt werden und nicht spezifisch trainiert wird, wirkt eben erstmal komisch. Ich kann dennoch jedem raten, der nach dem ersten Mal auch nicht vollends überzeugt war, nochmal hinzufahren. Nicht ohne Grund sind wir schon 5 mal da gewesen und haben bereits die nächsten 3 Einheiten gebucht.
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Nadine S ★★★★☆
Wir hatten eine tolle, aber auch anstrengende Woche. Die Therapeuten die uns betreut haben, waren durch die Bank super nett & haben mein Kind zu nichts gezwungen. Leider stellt sich der Erfolg den wir vor Ort hatten, zu Hause nicht ein bzw. Es wird stark rückläufig. Die Mundtüte an sich ist eine tolle Sache, wenn auch manchmal etwas nervig.
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Ballou38 ★★☆☆☆
Leider nicht mehr das was es mal war. Waren vor 2 Jahren schonmal hier und waren sehr zufrieden! Die ganzen Therapeuten von vor 2 Jahren sind weg und wurden von jungen und teilweise unerfahrenen Neulingen ersetzt. Gegen die Ergotherapeutinen kann ich ja nicht mal was sagen, die machen ihre sache toll. Der Logopäde Herr L. allerdings ist leider einfach nur schlecht. Vor 2 Jahren waren die Logopäden so gut! Die Kinder haben so toll mitgemacht und wollten die Therapie Sitzung garnicht mehr verlassen. Heute ist es leider so das die Kinder einfach nur noch raus wollen! Und anstatt auf die Kinder einzugehen wird ihnen eine schwere sandweste auferzwungen! Das ist so schade wie sich das entwickelt hat. Ist ja nicht nur meine Meinung. Im Gespräch mit anderen Eltern wurde das schon des öfteren bestätigt
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Alexej Eisenach ★★★★★
Super Team. Gut organisiert. Haben uns schon beim ersten Mal mit unserem Trisomie 21 Baby, (10 monate) bei Sondenentwöhnung geholfen. Wir machen unsere Übungen weiter und er trinkt schon seid 1 1/2 Wochen ohne Sonde. Wir kommen im Dezember wieder. Dankeschön für alles.
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Mel L. ★★★★★
Seit fast 8 Jahren mit unserer Tochter zur Therapie vor Ort Man muss das Konzept annehmen und konsequent Zuhause umsetzen , dann sieht man auch Erfolge Für uns gute Impulse .. wenn es auch oft streng erscheint Man muss das erlernte Programm allerdings wirklich umsetzen wollen und können .. von nichts kommt nichts ;-)
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Frank Drebin ★★★☆☆
POSITIV: Die Einrichtung ist gut organisiert und wird straff geführt. Alles hell, sauber, gute Ausstattung. Drei Termine am Tag gutes Maß. Das Konzept scheint grundsätzlich zu funktionieren. Regelmäßiges Üben Zuhause vorausgesetzt. NEGATIV: Macht das Kind bei den Übungen mit, ist die Welt in Ordnung. Hat es Angst, weint oder sträubt sich, wird es mit Zwang durchgezogen: Arme festgehalten, Nase zugedrückt, alles was hilft. in meinen Augen absolut grenzwertig. Äußert man als Eltern Unbehagen, zeigt man erzieherische Schwäche und Verhätschelung. Da folgt auch mal ein Gespräch mit der Chefin, der fleißig zugetragen wird. Die Ansichten der Frau I. sind teils haarsträubend: ADHS, Autismus oder Asberger sind am Ende nur (anerzogene) Wahrnehmungsstörungen und können, wie viele andere Leiden, durch ihr Powerkonzept geheilt werden. Am Elternabend lernen Neulinge einiges über die Unfähigkeit des Gesundheitswesens, starrköpfige Ärzte, unfähige Orthopäden und viel, viel über das eigene Genie. Da leuchten die Augen der oft verzweifelten Mütter natürlich auf. Nochmal: Ich denke, das Konzept beinhaltet sinnvolle Motorik, Sprach- und Essübungen, daher drei Sterne. Aber die "Strenge und Konsequenz" der Therapeuten ist in meinen Augen hart, unsensibel und teils übergriffig. Und ich komme vom Bayerischen Dorf der 80'er.
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Häufig gestellte Fragen
Wann hat Therapiezentrum Iven geöffnet?
Öffnungszeiten von Therapiezentrum Iven: Mo–Fr 08:00–18:00.
An welchen Tagen hat Therapiezentrum Iven geschlossen?
Geschlossen: Samstag und Sonntag.
Wo befindet sich Therapiezentrum Iven?
Adresse: Neumühleweg 9, 72270 Baiersbronn, Deutschland.
Wie lautet die Telefonnummer von Therapiezentrum Iven?
Telefon: +49 7442 81138.