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Bewertungen

  1. David Radicke ★★★★☆

    Schöner Abend mit vielen interessanten Gerichten und Getränken. Herausragende Produkt-Qualität bei Fisch und Hummer. Toller Service, und für mich ist es großes Kino, so mitten in der Küche zu sitzen. Für mich persönlich trotzdem nicht ganz perfekt, weil der Fokus (für meine persönlichen Vorstellungen) etwas zu sehr auf den subtilen, neutralen Geschmacksrichtungen lag. Die Baby-Gurke (Zuccini?) ist z.B. zwar niedlich, ist mir aber geschmacklich eben etwas zu unauffällig. Mir war auch der Rauch-Geschmack in etwas zu vielen Gerichten vertreten. - Es würde helfen, wenn doch irgendjemand im Team Deutsch könnte - ich konnte manche Weinarten und Produkte nicht ganz verstehen, u.a. weil auch das Team nicht native-Englisch (bzw. Australisch :-) ) ist... da ging im Lärm der Küche manches verloren. - Es wurde auch nicht so ganz klar kommuniziert, welche der Getränke Teil der Getränke-Begleitung sind (OK, ich hätte das ahnen oder fragen können, mein Fehler)... und dann waren dann halt nochmal ein paar Euro mehr auf der Rechnung... Trotzdem großes Erlebnis!

  2. Helmut Breuer ★★★★★

    Wer es nicht erlebt hat kann sich kaum vorstellen was Dylan und das Team in den 2 Stunden an Feuerwerk der optischen und gustatorischen Genüssen zaubern und welche Akribie und Produktliebe dahintersteckt. Kenne das ERNST seit dem ersten Tag und die Entwicklung ist sensationell. Alle Schritte sind ersichtlich und werden erklärt ( wenn auch am Liebsten in Englisch ) es geht auch Alles in Deutsch. Sehr sehr rücksichtsvoll bei gesundheitlichen Einschränkungen , sehr achtsam. Habe noch nie gesünder japanisch gegessen!

  3. BSH Thor ★★★☆☆

    Eine objektive Bewertung fällt mir sehr schwer, da es so "anders" ist... PRO Ungewöhnliches Konzept in einem sehr kleinen Gästekreis (es sind wirklich nur acht Plätze). Durch die sehr vielen (kleinen) Gänge wird sehr viel Abwechslung geboten - da gibt es natürlich für jeden Gaumen Highlights und Abneigungen - anderenfalls wäre das Erlebnis auch allzu belanglos. Insgesamt hat mir die Küche gut gefallen. Die Gänge sind teilweise in Themen gegliedert - Gemüse, Spargel, Krebs... was der Menüfolge etwas Halt gegeben hat. CONTRA Die Küche spricht NUR Englisch - ich kenne viele aber bei weitem nicht alle Übersetzungen für die Produkte/Gerichte. Es ist zeitweise ein fast schon unwürdiges Gehetze durch die Gänge - das ist der Menge der Gänge geschuldet und den zwei festen Zeitslots am Abend - trotzdem immer wieder Mal sehr störend. Einige Gänge waren mir dann doch etwas zu simpel - "Produkt First" kann man auch übertreiben. Die Weinbegleitung ist interessant und abwechslungsreich aber das Preisniveau ist für die "kleinen Pfützchen" äußerst gepfeffert - auch fehlt mir bei der Erklärung der Bezug zum Gericht... Zwei Personen Aperitif+ Digestif plus 90€ Autsch. RESÜMEE Das Konzept hat seine Stärken und seinen Charme. Es ist durchaus ein Erlebnis. Im direkten Vergleich gebe ich das Geld dann doch lieber in Hamburg im Bianc aus ... Es war interessant aber wird nicht wiederholt!

  1. Die Nadja ★★★★★

    konsequent | rein | besonders Ein Gaumen-Konzert von 39 Gängen über 3 Stunden. Ein spannendes Erlebnis für Nase, Mund und Auge. Wie viel Produkt doch in einem Produkt steckt! Mit den reduzierten 8 Sitzplätzen im schlichten und klaren Ambiente haben wir uns gut und aufgehoben gefühlt. Es ist meditativ und genussvoll, Dylan Watson-Brawn dabei zuschauen zu können, mit wie viel Feingefühl er mit seinem Messer in Fisch gleitet. Er scheint wirklich zu lieben, was er tut. Manche monieren, eine puristisch und allg. kühle Atmosphäre … das können wir nicht teilen. Es war herzlich, nicht aufdringlich oder gekünstelt. Der Ablauf ist reibungslos, zügig, professionell, konzentriert und aufeinander abgestimmt. Ansonsten wäre die Anzahl an Gängen auch nicht zu handhaben. Und es gab trotzdem nebenbei immer den einen oder anderen Plausch. Und gelacht wurde auch. Wir begrüßen es, wenn ein Produkt ganzheitlich verarbeitet wird und somit auch an anderer Stelle in einem weiteren Gang Verwendung findet. Klarer geht es wohl kaum. Die einen können es nicht nachvollziehen oder etwas damit anfangen, die anderen feiern es begeistert. Nah am Produkt und nah aneinander. Anders, aufregend, anmutig aufgetischt, abgeholt.

  2. Renée Touré ★★★★★

    Erst skeptisch, dann erwartungsvoll, am Ende echt geflasht und eine tolle Erfahrung. Nicht alles hat mir geschmeckt bei diesen zahlreichen kleinen Portionen, die alle eine Orientierung Richtung japanischer Küche hatten. Fast keines der Gerichte hätte ich selbst kochen können. Fast jede Portion hatte eine Geschichte, die oft eine sehr aufwändige, fast nerdige Machart und Vorbereitung der Ingridenzien ahnen ließen. Es war ein Gesamterlebnis. Die zaubernden Köche tauten auch allmählich auf, waren sehr nett und irgendwann unterhielten wir uns eben. Vor allem darüber, woher die Zutaten kamen; manche aus der Region, sehr viele Wintergemüse, tolle Sushi-Teile, einige mit Vorbereitungsszenarien, die nicht nur extrem komplex erschienen, aber vor allem mehr als nur Liebe zu diesem Job und eher völlige durchgeknallte Hingabe braucht. Das Ergebnis und der Erfolg geben Recht. Sehr empfehlenswert für Menschen, die gutes Essen nicht mit Attributen wie viel, fett, schnell und möglichst viel Sauce verbinden.

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