Berlin-Reinickendorf, die Nordkurve. Eine kleine, urige Berliner Kneipe, wie sie im Buche steht, wenn das Buch von jemandem geschrieben wurde, der sich mit Kneipenkultur auskennt. Die Wände? Hertha. Trikots, Fahnen, Wimpel, aber eben dieser ehrliche, gewachsene Schnickschnack, der nicht von einem Interieur-Designer herbeigezaubert wurde, sondern über Jahrzehnte hängen geblieben ist. Ich als Köpenicker? Normalerweise verirrt man sich ja nicht einfach so in eine Hertha-Kneipe. Es gibt unausgesprochene Gesetze, Naturgesetze, Dinge, die man einfach nicht tut. Aber dann sitzt man da, nimmt die Atmosphäre auf und denkt sich: "Ja Mensch, die lieben ihren Verein, und das ist verdammt nochmal schön." Die Bedienung oder besser: die Bar-Dame des Vertrauens verstand ihr Handwerk. Freundlich, direkt, mit diesem Blick für Gäste, der zwischen "Willste was trinken?" und "Mach dir keine Sorgen, ich hab alles im Griff" liegt. Sie empfahl mir sofort das richtige frisch gezapfte Bier, das auch ruckzuck auf dem Tisch stand mit standhafter Schaumkrone, die von sauberen Gläsern zeugte. Ich weiß nicht, wer das Gläsermanagement hier betreibt, aber der Mensch gehört gelobt. Das Publikum? Unkompliziert. Man hätte sich direkt an die Bar setzen können, wäre Teil der Geschichte geworden und hätte nach zehn Minuten wahrscheinlich über die Saisonprognose philosophiert, als wäre man schon immer hier gewesen. Jedoch zogen wir ein privates Eckchen vor, wo uns sofort die Beleuchtung entfacht wurde, um uns Wohl zu fühlen. WC? Klein, sauber, keine Beanstandungen. Das ist ja immer so eine Sache in Kneipen, aber hier kann man sich kurz sortieren, ohne dass man sich fühlt, als hätte man aus Versehen eine Parallelwelt betreten. Blau-Weiß war nicht nur die Kneipe, sondern auch die Luft. Raucherkneipe. Eigentlich kein Problem passt zum Setting. Aber als Nichtraucher freut man sich dann doch über einen gelegentlichen Luftzug, der hier aber eher selten vorkommt. Man nimmt’s hin, es gehört dazu. Und dann der Preis. “Wie bitte? So wenig für den ganzen Abend?" Ich habe ernsthaft überlegt, mir eine Wohnung in der Nähe zu suchen, nur um das Dosenbier aus dem Kühlschrank gegen frisch Gezapftes in der Nordkurve zu tauschen. So eine Kneipe fehlt mir in meiner Hood. Vielleicht sollten wir das ändern.
Fotos
Bewertungen
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Fod Schmidt ★★★★☆
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Basaltfreund ★★★★★
Wow das ist Mal ne urige Berliner Kneipe. Spielautomaten, Dart, Sky TV und Herta Fans. Dazu echt moderate Preise. 24h geöffnet... Wo gibt's denn sowas noch.
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Berthold Kemper ★★★★★
Eine richtige Berlin typische Kneipe. Sehr gemütlich, sehr gute Stimmung.
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Tuna ★★★★★
Echt schöne Altberliner Kneipe, super Ambiente hab mich richtig wohl gefühlt, die Leute waren Super drauf und die neue Besitzerin des Laden ist sehr zuvorkommend.
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Susann Luepnitz ★★★★★
Super freundlich, familiäre Atmosphäre. Jederzeit wieder!!!
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Daniel Rahn ★★★★☆
Freundliches Barpersonal und ein toller Karaoke Abend haben den Abend in der gemütlichen Kneipe sehr angenehm werden lassen. Berliner Kneipen werden selten, daher freue ich mich immer wenn man noch gemütlich sitzen und auch mal was trinken kann. Ob Bier oder ohne Alkohol ist egal, ein Besuch ist es wert.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Adresse von Nord-kurve?
Das Nord-kurve befindet sich in der Nordbahnstraße 11, 13359 Berlin, Deutschland
Wie kommt man zum Nord-kurve?
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