Die Bundesagentur für Arbeit hat mir die Maßnahme als freiwilliges Bewerbungscoaching schmackhaft gemacht. (Vermutlich in der Annahme, die Firma hält was sie verspricht.) Tatsächlich waren 2 Tage der ursprünglich geplanten 4 Wochen hilfreich, da ich meine Bewerbungsunterlagen nach aktuellen Standards auffrischen konnte. Danach fühlte ich mich nur noch verschaukelt und gegängelt. De facto bin ich durch meinen eigenen Werdegang qualifizierter als die meisten Dozent:innen dort, ein solches Coaching zu führen. Es wurden fehlerhafte 08/15 Folien gezeigt, mit reaktionären Prämissen darüber, was Arbeit und Erfolg bedeutet. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn mir als nächstes dubioses Kryptotrading als seriöser Job verkauft worden wäre. Die Dozenten war bemüht und lieb zu allen, aber pädagogisch heillos überfordert mit jüngeren Kunden, die das Ganze zum Zeit absitzen und snake spielen genutzt haben. Es wurde ein Programm abgespult, das jedem mit mehr als Abitur oder entsprechender Lebenserfahrung wie ein Witz vorkommen musste. Selbstverständlich haben ich mich proaktiv selbst beworben und hatte nach einer Woche bereits 2 Bewegungsgespräche und Jobzusagen. Durch den quantitativen Druck, 5 Bewerbungen pro Woche abzuschicken, kam ich in die Bredouille, potentiellen zukünftigen Arbeitgebern abzusagen, was ich als sehr unangenehm empfand. Zu Bewerbungsgesprächen und Hospitationen durfte ich nur mit einem bis zwei Tagen Vorlauf zusagen, obwohl ich selbst flexibel am Folgetag Zeit gehabt hätte. Es war äußerst peinlich, potentiellen Arbeitgebern erzählen zu müssen, dass ich von einer Arbeitsamt Maßnahme blockiert werde. Am Telefon war die Standortleiterin teilweise sehr unfreundlich und hat jeden Kunden behandelt wie ein unmündiges Schulkind. Hat gedroht, wenn es nicht so liefe, wie sie es sagt, würde das Sanktionen vom Arbeitsamt nach sich ziehen. Vielleicht ist das die Methode, um Langzeitarbeitslosen Druck zu machen, würdevoll ist das ganz und gar nicht. Zudem widerspricht einiges gesetzlich dem Recht auf freie Berufswahl. Wenn man quantitativ gezwungen wird, sich wahllos überall zu bewerben, obwohl man fachlich hochqualifiziert für drei offene Stellen in NRW in Frage kommt und gute Chancen hat, eine dieser Stellen zu bekommen, wird die Maßnahme erst recht lächerlich. Die Firma ist nicht in der Lage, in Gruppenarbeit individuell auf Bildungs- und Fachstand ihrer Kunden einzugehen. Unterm Strich ist es mir ein Dorn im Auge, dass mit so etwas auf Kosten der Allgemeinheit Geld gemacht wird. Fördern und Fordern muss im Umgang mit Erwachsenen anders gehandhabt werden.
Bewertungen
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Lego Yourego ★☆☆☆☆
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Abdulwahab Ashrafi ★★★★★
Abdulwahab und
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Wioleta Zurawska ★★☆☆☆
Leider keine ergonomischen Arbeitsplätze, die Dozenten geben sich Mühe
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Häufig gestellte Fragen
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