Wo soll ich (6 Jahre Elektrotechnik Bachelor & Master) nur anfangen… Dass das Gebäude in Deutz dreckig, alt und dringend renovierungsbedürftig ist, ist hier glaube ich bereits oft genug genannt worden. Zum Inhalt: Didaktisch und strukturell mehr als fragwürdig was hier läuft. In den meisten Vorlesungen werden irgendwelche Formeln runter gerattert, ohne dass dabei auch der Hauch von Praxisbezug hergestellt wird. Bei der Klausurvorbereitung hab ich oft einfach nur den Stil der Übungsaufgaben gelernt. Für mündliche Prüfungen war es ein bloßes Auswendiglernen von Definitionen. Also das, was der jeweilige Prof sehen und hören will. Für den Berufsalltag hilft das allerdings nicht. Die Praktika sind genau so schwach strukturiert. Teilweise muss man vor einem Versuch eine Art mündliche oder schriftliche Prüfung bestehen, um überhaupt teilnehmen zu dürfen. Heißt wieder: Anleitung mehr oder weniger auswendig lernen. Bei phasenweise bis zu fünf Praktika pro Woche: Have fun! Hat man es dann zum Praktikumsversuch geschafft, war das alles mehr ein Abarbeiten einer vorgegebenen Liste mit ca. 30 Arbeitsschritten. Auch hier wieder: Eine ingenieurtechnische Denkweise sucht man vergeblich. Der langfristige Lerneffekt ist entsprechend sehr gering bis nicht vorhanden. Programmiert wird an der Tafel und auf Papier. Projekte mit elektrotechnischer Entwicklungsarbeit und den nachfolgenden, eigenständig zu bearbeitenden Schritten fehlte komplett: Schaltung designen, Bauteile auswählen und dimensionieren, Platinenlayout erstellen, Controller programmieren, Schaltung aufbauen, ggf. Fehleranalyse mit z.B. Oszilloskop betreiben, Dokumentatieren. Durch eine derartige Tätigkeit hätten echte Soft Skills und Methodenkompetenzen für den Berufsalltag erworben werden können. Leider fehlte diese Art von Inhalt vollständig, weswegen auch nur wenige langfristige Kompetenzen trainiert wurden. Mein größter Kritikpunkt: Es wurde nie in der Tiefe über die Gefahren des elektrischen Stroms und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen aufgeklärt, was wirklich skandalös ist. Darüber hinaus hat man sechs Jahre lang kein Multimeter, geschweige denn Oszilloskop in der Hand gehalten. Die traurige Krone wird dadurch aufgesetzt, dass völlig verbuggte 30 Jahre alte Simulationssoftwares verwendet werden, an denen man dann lernen soll. Den meisten Professoren und Dekanen ist das alles ohnehin egal. Kritik wird abgeschmettert und einfach immer weiter wie vorher fortgefahren. Traurig ist ebenso, dass es meiner Erfahrung nach keinerlei Connections von Professoren zu lokalen Wirtschaftsunternehmen gibt und man hierdurch bessere Chancen auf eine Stelle oder ein Praxisprojekt haben könnte. Da war ich wohl zu illusorisch, nachdem uns zu Beginn des Studiums ausgezeichnete Möglichkeiten sowie externe Jobangebote bei erfolgreichen Abschluss prognostiziert worden sind. Phasenweise hab ich echt mentale Probleme bekommen, weil einerseits die Stellensuche nach dem Studium sehr langwierig und schwierig ist und andererseits die gelehrten Inhalte aus der TH extrem weit weg vom Arbeitsalltag als Ingenieur sind und man am Ende ohnehin nur vor Google, YouTube und ChatGPT sitzt. Falls jetzt jemand denkt, dass ich das Studium gerade so und nur mit Mühe und Not absolviert habe, den muss ich enttäuschen. Ich hab nahezu jedes Modul mit einer eins vor dem Komma im ersten Versuch bestanden, nie eine Prüfung abgemeldet und die Regelstudienzeit eingehalten. Mittlerweile bin ich Messingenieur bei einem großen Konzern. Glücklicherweise habe ich vor der Zeit an der TH Köln eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert und besitze entsprechende praktische Fähigkeiten sowie Kenntnisse über elektrische Sicherheit. All das konnte die TH in sechs Jahren nicht in Ansätzen vermitteln. Kurze Zusammenfassung: Man wird an der TH mit alten Inhalten und schwacher Didaktik zum Bulimie-Lerner ohne jeglichen Praxisbezug für den Ingenieursalltag „ausgebildet“.
Fotos
Bewertungen
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Francis_BC FP ★☆☆☆☆
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BedrockMine ★★★☆☆
Das Gebäude ist etwas altmodisch gestaltet, und es gibt nur wenige Parkmöglichkeiten. Es könnte etwas moderner sein bzw. teilweise renoviert werden.
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André Fritsch ★★★★★
Das PLT Labor leistet hervorragende Arbeit für die Prozessindustrie. Speziell beim Thema Ethernet-APL eine super Unterstützung.
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Big Smoke ★★★☆☆
Ganz normal ähnelt von außen einer Haftanstalt von drinnen jedoch bisschen einladender.
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Bruh Getman ★★★☆☆
Gute Hochschule! Studenten sind hier wichtig und werden auch respektiert! Leider wird das Lern-Klima nicht sehr gefördert.. Wenige Lern-Plätze, wenige Steckdosen, große “kühle” Räumlichkeiten, keine Lern-Räume, in den Abitur Phasen überfüllt mit irgendwelchen Schülern die laut sind und die Studenten beim lernen stören. Die neuen Hochschulgebäude werden noch gebaut. Dauert aber sehr lange.. Mensa ist akzeptabel! Gute und nicht so gute Tage. Ich würde hier nochmal studieren.
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Xyz Zyx ★☆☆☆☆
Immer wieder ein neues Problem während der Klausurphase in der Bibliothek der TH Köln Danke TH für diese tolle Unterstützung während der Klausurphase
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Gustav ★★★★☆
Die Dame am Empfang war etwas schlecht drauf! Aber sonst wirklich gut dort
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hanigrapher H ★★★★☆
Schönes Campus, mit viele Parkplätze für Studenten. Ich kenne die Hochschule selbst nicht, jedoch Mensa und Bibliothek habe ich kennenlernen dürfen Ruhiger Platz zum lernen Gute Lage Und Studenten Wohnheime direkt in unmittelbarer Nähe
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A A ★☆☆☆☆
Sehr altes Gebäude, verdeckte Toiletten, abgeschlossene Seminarräume, im Sommer viel zu heiß. So kann man nicht studieren! Das Reinigungspersonal ist gut und freundlich. Die Studenten sind eher das Problem (Oft auch von anderen Fakultäten oder aus der Berufsschule) . Aber dennoch ist es keine Lösung die Räume dicht zu machen!
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