Update: Da die Firma inzwischen ihre Politik überdacht hat und ihr Testsystem nun auch an approbierte Therapeuten verkauft, die kein "Psych" in ihrem Grundberuf stehen haben, freue ich mich meine Rezension zu überarbeiten. Die (Ki)TAP ist nämlich ein sehr starkes Instrument zur Aufmerksamkeitsquantifizierung. Andere Produkte am Markt sind ökonomischer in der Durchführung und/oder günstiger in der Anschaffung, aber kein mir bekanntes Instrument gibt dem Untersucher die umfassenden Möglichkeiten, die durch die TAP bereitgestellt werden. Ein Punkt Abzug, da erst eine konzertiere Aktion nötig war, um die Firma zum Überdenken ihrer Politik zu bewegen. Ursprüngliche Rezension (1 Stern): Leider ist man bei dieser Firma bisher nicht über das Jahr 2002 hinaus gekommen und hat sich auch seitdem scheinbar kein Bild mehr von der medizinischen Versorgung in Deutschland gemacht. Nur so kann ich mir erklären, weshalb sie scheinbar keine Ahnung von der Qualifikation einschlägiger Berufsgruppen haben. Wer für den Erwerb eines psychometrischen Kindertests durch einen approbierten Psychotherapeuten eine Unterschrift von einem Babysitter verlangen, dessen Berufsgruppe in Deutschland nachweislich keinerlei Rolle bei der Anwendung dieses Produktes spielt, der hat definitiv 20 Jahre Entwicklung des Gesundheitssystems komplett verschlafen und sollte gefragt werden, ob das der einzige Bereich ist, in dem er 20 Jahre der aktuellen Entwicklung hinterher hängt. Ich gebe gerne eine Nachhilfestunde in der Hoffnung, dass vielleicht etwas hängen bleibt: Psychometrische Diagnostik bei Kindern wird in Deutschland fast ausschließlich durch zwei Berufsgruppen durchgeführt. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychiater. Letztere sind wiederum größtenteils als Praxen in der Sozialpsychiatrischen Versorgung organisiert und geben die Diagnostik an ihre Angestellten - nicht selten erneut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten - ab. Welche Berufsgruppe bei der psychometrischen Diagnostik von Kindern quasi garkeine Rolle spielt sind Psychologen ohne staatliche Approbation. Sie sind, im Gegensatz zu o.g. Berufsgruppen, weder staatlich dazu berechtigt eine fundierte Diagnose zu stellen, noch sind sie aufgrund ihrer Ausbildung dazu verlässlich in der Lage oder könnten eine solche Leistung mit dem Gesundheitssystem abrechnen. Solange in dieser Firma so veraltete Vorstellungen bestehen kann ich sie kaum empfehlen und verweise besser auf die Konkurenzverlage Hogrefe und Pearson, die beide die Versorgungssituation in Deutschland besser einschätzen können.
Bewertungen
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Michael S. ★★★★☆
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Michael Schäfer ★★★★☆
Update: Da die Firma inzwischen ihre Politik überdacht hat und ihr Testsystem nun auch an approbierte Therapeuten verkauft, die kein "Psych" in ihrem Grundberuf stehen haben, freue ich mich meine Rezension zu überarbeiten. Die (Ki)TAP ist nämlich ein sehr starkes Instrument zur Aufmerksamkeitsquantifizierung. Andere Produkte am Markt sind ökonomischer in der Durchführung und/oder günstiger in der Anschaffung, aber kein mir bekanntes Instrument gibt dem Untersucher die umfassenden Möglichkeiten, die durch die TAP bereitgestellt werden. Ein Punkt Abzug, da erst eine konzertiere Aktion nötig war, um die Firma zum Überdenken ihrer Politik zu bewegen. Ursprüngliche Rezension (1 Stern): Leider ist man bei dieser Firma bisher nicht über das Jahr 2002 hinaus gekommen und hat sich auch seitdem scheinbar kein Bild mehr von der medizinischen Versorgung in Deutschland gemacht. Nur so kann ich mir erklären, weshalb sie scheinbar keine Ahnung von der Qualifikation einschlägiger Berufsgruppen haben. Wer für den Erwerb eines psychometrischen Kindertests durch einen approbierten Psychotherapeuten eine Unterschrift von einem Babysitter verlangen, dessen Berufsgruppe in Deutschland nachweislich keinerlei Rolle bei der Anwendung dieses Produktes spielt, der hat definitiv 20 Jahre Entwicklung des Gesundheitssystems komplett verschlafen und sollte gefragt werden, ob das der einzige Bereich ist, in dem er 20 Jahre der aktuellen Entwicklung hinterher hängt. Ich gebe gerne eine Nachhilfestunde in der Hoffnung, dass vielleicht etwas hängen bleibt: Psychometrische Diagnostik bei Kindern wird in Deutschland fast ausschließlich durch zwei Berufsgruppen durchgeführt. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychiater. Letztere sind wiederum größtenteils als Praxen in der Sozialpsychiatrischen Versorgung organisiert und geben die Diagnostik an ihre Angestellten - nicht selten erneut Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten - ab. Welche Berufsgruppe bei der psychometrischen Diagnostik von Kindern quasi garkeine Rolle spielt sind Psychologen ohne staatliche Approbation. Sie sind, im Gegensatz zu o.g. Berufsgruppen, weder staatlich dazu berechtigt eine fundierte Diagnose zu stellen, noch sind sie aufgrund ihrer Ausbildung dazu verlässlich in der Lage oder könnten eine solche Leistung mit dem Gesundheitssystem abrechnen. Solange in dieser Firma so veraltete Vorstellungen bestehen kann ich sie kaum empfehlen und verweise besser auf die Konkurenzverlage Hogrefe und Pearson, die beide die Versorgungssituation in Deutschland besser einschätzen können.
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Benjamin Heß ★☆☆☆☆
Schließe mich der Rezension von Michael Schäfer an. Approbierten KJP den Verkauf von testungen für den klinischen Alltag zu verwehren ist nicht haltbar. Das ist berufspolitisches gemauschel, das fachlich wie inhaltlich nicht tragbar ist.
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Britta Borchers ★☆☆☆☆
Auch ich schließe mich meinen Vorredner*innen an. Es ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum die Approbation als KJP weniger ‚Wert‘ sein soll, als jemand der ‚nur‘ Psychologie studiert hat. Eigentlich ist hier ein Punkt schon zuviel.
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Mila Skylla ★☆☆☆☆
Leider ist mir als approbierter und niedergelassener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Dipl Sozpäd) der Kauf einer KiJu-Testung verwährt worden, mit dem Hinweis darauf, dass alle Verlage psychologischer Testungen es so handhaben würden, nur an „studierte Psychologen“ zu verkaufen. Das stimmt natürlich nicht, kein anderer Verlag, bei dem ich bisher Kundin war, hat meine Approbation als minderwertigen Abschluss angesehen. Es ist ein Unding, dass wir als approbierte Therapeut;innen von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen als Kolleg;innen zweiter Klasse degradiert werden. Am meisten trifft dies natürlich die Patienten, gerade in der heutigen Zeit eine klare Fehlentscheidung der Firma.
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Caro Sev ★☆☆☆☆
Leider kennen sich die Leute offenbar in dem Berufsfeld nicht besonders gut aus. Anders kann ich mir nicht erklären, warum approbierte (!) Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche mit pädagogischem Grundberuf degradiert werden. Schade. Also nicht für mich. Es gibt ausreichend Konkurrenzanbieter von Testungen, die das Prinzip der psychotherapeutischen Ausbildungen verstanden haben und gerne an die o.g. Berufsgruppe verkaufen.
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