Eine Zeit, die mir mehr geschadet als geholfen hat Ich war 15/16, als ich 2018/2019 in die Tagesklinik der Villa Paletti kam. Wir gehörten zu den allerersten Jugendlichen, die dort aufgenommen wurden, und das hat man an jeder Ecke gemerkt. Das Team war es gewohnt, mit kleinen Kindern zu arbeiten, nicht mit Teenagern, die schon eigene Meinungen haben und sich nicht alles gefallen lassen. Es gab ein paar gute Sachen: Die Lehrerinnen in der Klinikschule waren wirklich super, die haben sich richtig reingehängt. Ein paar Pflegerinnen und Betreuerinnen waren auch in Ordnung, die haben ganz normal mit uns geredet, Karten gespielt oder einfach mal zugehört. In der Ergotherapie habe ich ein bisschen was für mein Selbstvertrauen mitgenommen. Das war’s aber auch schon. Der Rest war einfach nur frustrierend und oft richtig daneben. Die meiste Zeit saßen wir stundenlang rum, ohne Handy, ohne richtige Beschäftigung, ohne Kontakt nach draußen. Wenn den Erwachsenen langweilig war oder nichts mehr im Vorrat, hieß es: „Geht mal schnell einkaufen.“ Kaffee, Milch, Brötchen, meistens fürs Team. Das wurde dann als „Sozialtraining“ verkauft. Leute mit Sozialphobie sollten Fremde nach der Uhrzeit fragen, aber keiner hat je kontrolliert, ob wir das wirklich gemacht haben. Therapien waren oft Zwang. Beispiel Musiktherapie: Von heute auf morgen sollte ich da plötzlich hin. Ich wollte nicht, habe es klar gesagt. Der Musiktherapeut hat sogar extra bei meiner Psychotherapeutin gekämpft und ihr erklärt, dass das für mich keinen Sinn macht. Hat nichts genutzt, ich musste trotzdem eine Stunde absitzen. Das war sinnlos und hat mich nur wütend gemacht. Meine zuständige Psychotherapeutin mochte mich von Anfang an nicht, das war spürbar. Die Gespräche blieben oberflächlich, sie hat mich behandelt, als wäre ich ihr zu viel Arbeit. Am Ende hat sie mich meine Entlassung selbst bestimmen lassen, ich sollte einen Zeitstrahl malen, wann ich denke, dass ich „fertig“ bin. Sie wollte mich einfach loswerden. Zu meiner Mutter und meiner Klassenlehrerin hat sie später gesagt, ich wäre nur ein guter Schauspieler und hätte eigentlich gar keine Probleme, obwohl ich ein ganzes Schuljahr fast nur geschwänzt hatte und schwer depressiv war. Einmal wollte eine alte Freundin mit mir auf den Jahrmarkt. Ich hatte an dem Tag nichts vor, nur Rumsitzen. Ich habe zwei Tage vorher gefragt, ob ich zwei Stunden früher gehen darf, ganz höflich. Antwort: einfach Nein. Keine Begründung. Der absolute Tiefpunkt war der Sommer in den Containern (wegen Sanierung). Draußen über 35 Grad, drinnen noch schlimmer. Und wir durften keine kurzen Ärmel tragen, weil Narben „die kleineren Kinder verstören könnten“. Lange Pullis, Ärmel runter, egal wie heiß. Einem Mädchen wurde ernsthaft mit Rausschmiss gedroht, weil sie sich geweigert hat. Das war unverantwortlich und einfach nur krank. Kurz vor meiner Entlassung hatte ich Geburtstag. Meine Therapeutin hatte genau in der Woche Urlaub, ich sollte mir mein Abschiedsgeschenk selbst kaufen. Ich war knapp ein halbes Jahr dort. Danach ging es mir teilweise schlechter als vorher. Ich habe Jahre gebraucht, um das alles zu verarbeiten. Dass wir die ersten Jugendlichen waren, erklärt vielleicht einiges, aber es entschuldigt nichts. Ich hoffe wirklich, dass sich in den letzten sechs Jahren einiges geändert hat und Teenager heute besser behandelt werden. Eltern: Bitte nehmt euer Kind ernst, wenn es sagt, dass es sich dort nicht wohlfühlt. Mir hat die Villa Paletti mehr genommen als gegeben. (Diese Bewertung schreibe ich erst jetzt, weil ich lange gebraucht habe, um das Ganze ruhig zu betrachten und nicht nur aus damaliger Wut zu schreiben.)
Fotos
Bewertungen
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Kaito ★☆☆☆☆
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Jerry Burger ★★☆☆☆
Familien unfreundlich. Wenn ein Kleinkind im Spiel ist kann man nicht so springen wie die möchten. Und ich muss mir dann nicht anhören von jemanden, dann müssen wir sehen ob wir überhaupt noch zusammen arbeit.
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S. B. ★★★☆☆
Mein Sohn (17) war für 16 Wochen in der Villa Paletti. Das Personal war super freundlich,immer erreichbar und hat sich wirklich sehr bemüht. Meinem Sohn hat der Aufenthalt sehr gefallen und es wurde ihm wirklich geholfen und es geht ihm sehr viel besser. Dafür sind wir sehr dankbar. ABER: Leider wurde ich als Mutter überhaupt nicht ernst genommen, ich habe 3x während des Aufenthalts darum gebeten eine Diagnostik zu machen weil es Auffälligkeiten von klein auf gab und ein alter Test vorlag. Dieser wurde weder beachtet noch in Erwägung gezogen eine Testung zu wiederholen,da die Ärztin der Meinung war,es wäre nicht relevant. Ich wäre ja schließlich das "Hauptproblem". Mit der Schule fand nur ein Gespräch statt ,obwohl die Schulsituation auch ausschlaggebend war. Leider wurde das dort auch nicht so gesehen. Ich wurde belächelt. Termine wurden kurzfristig abgesagt,bzw es fanden sehr wenige Elterngespräche statt. Das fand ich sehr schade. Edit:Nach dem Tagesklinikaufenthalt waren wir bei einer Begabungsdiagnostikerin, die sofort eine erneute Testung für sinnvoll hielt,da nach dem Ergebnis des 1. Tests eine ADS vorliegen könnte. In der Tagesklinik wollte man davon ja nichts hören... Naja,Ergebnis des erneuten Tests ergab dann tatsächlich eine Hochbegabung ohne ADS! Die durchaus auch schon vorher ersichtlich war,wie ich es vermutet hatte. Mein Sohn ist ein Underachiever und war vermutlich jahrelang unterfordert. Ich bin so sauer,dass ich nicht ernst genommen wurde,denn ich weiß dass eine unerkannte HB durchaus zu Depressionen usw führen kann.Mich erschüttert dass keine Diagnostik gemacht wird und trotzdem schwerwiegende Diagnosen gestellt werden!!!
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Claudia Zeidler ★★☆☆☆
Ärztin ist OK , Personal Grade aus den pampers, tragen Nase sehr hoch. Drohungen wenn man nicht kann wie die wollen sind auch gefallen
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Idefix ★☆☆☆☆
Man wartet vergeblich auf einen Termin. Wir stehen immer noch auf der Warteliste, seit gut zwei Jahren!!!! Am Telefon ist man nur genervt.
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Andrea & Detlev Hjuler ★☆☆☆☆
Für unseren offensichtlich autistischen Sohn fand seitens des Gymnasiums und der BIS-Autismus SH schon ohne Diagnose eine Art von Nachteilsausgleich statt, die Schulbegleitung und weiterer Nachteilsausgleich wurden 2017 erforderlich, wir wurden vom Lehrkörper gebeten, eine Diagnose beizubringen. Der Autismus war für alle Involvierten eindeutig. Der Kinderarzt überwies uns - ausdrücklich zur Diagnostik - an die Villa Paletti, die einen Kurzzeitaufenthalt als beobachtende Diagnostik vorschlug. Die Lehrerin wurde dort nicht angehört, eine Diagnostik fand laut Krankenakte nicht hinreichend statt, sehr schnell wurde Autismus ausgeklammert, ohne dass wir Bescheid erhielten. Der Aufenthalt zog sich über Monate hin, obwohl die Villa Paletti bereits Autismus ausklammerte. Fatal für unseren Sohn, der als Autist unter dem Tagesklinik-Aufenthalt so stark litt, dass er Symptome zeigte (Shutdown), auf die die Villa Paletti immer wieder die Verlängerung begründete. Wir brachen auf Anraten des Kinderarztes dann den Aufenthalt ab, als wir erfuhren, dass die Diagnostik bereits abgeschlossen war. In einer anderen Klinik erhielten wir 2018 die gesicherte Diagnose auf Autismus, so eindeutig war dieser vorhanden! Wertvolle Zeit ist ihm seit Erstkontakt mit der Villa Paletti (2014 ) verloren gegangen. Schon in der Grundschule hätte er entsprechend gefördert werden können. Als Mutter bin ich richtig wütend über diesen Verlauf, sodass ich als Rechtsanwalt Herrn Prof. Dr. Dr. Kaatsch aus Kiel beauftragt habe, einen Schlichtungsantrag zu stellen. Den Schlichtungsantrag hat die V.P. abgelehnt. Jetzt klagen wir. Ein weiteres medizinisches Gutachten für die Schule hat ergeben, dass er zudem ADS und eine isolierte Rechtschreibstörung und eine Lesestörung hat. Dabei ist dann anzumerken, dass wir 2014 bereits erstmal - noch ohne Autismus-Verdacht - an die Villa Paletti herantraten, weil die Lehrerschaft an der Grundschule ADS o. ä. vermutete. Bereits hier begann die fehlgeschlagene Diagnostik, die über die Jahre auch falsche Therapieansätze pp. mit sich zog. Da 2014 bereits auffällige Langsamkeit beim Abarbeiten der schulischen Aufgaben, Fehlstunden und Fehltage sowie deutliche Einschränkung der Konzentration bestanden, stellten wir die grundsätzliche Empfehlung zum Besuch eines Gymnasiums als Eltern in Frage. Dazu baten wir die Villa Paletti um Hilfe bei einer Entscheidung, die schriftliche Empfehlung war damals der weitergehende Besuch des Gymnasiums. Dieses scheiterte trotz Schulbegleitung. Das aktuelle Gutachten für die Schule besagt, dass er Förderschüler ist und bereits an der Grundschule Förderschüler war. Er hat jahrelang die falsche Schulart besucht. Das von der Villa Paletti erstellte Intelligenz-Profil war falsch, in der Krankenakte ergeben sich dazu "Übertragungsfehler" bei den einzelnen Ergebnissen, so wurde z. B. ein Befund erstellt, bevor erst Wochen später die erforderlichen Untertest abgeschlossen waren, dieser Befund war aufgrund der späteren Untertest dann falsch, was das Leistungsvermögen anging, wurde aber nicht nachträglich den neuen Testergebnissen angepasst. Die Villa Paletti stützte sich dann in der Folge immer wieder auf den falschen Erstbefund. Der fehlerhafte Erstbefund wurde in all den Jahren der Anbindung an die Villa Paletti nicht wieder überprüft, obwohl alle empfohlenen Therapien nicht fruchteten und die schulische Leistung stark beeinträchtig blieb. Unser Sohn hat eine Anpassungsstörung entwickelt, er hat den Pflegegrad 3, einen GdB von 80 B/H, momentan wird er an einer Gemeinschaftsschule mit anderthalb Unterrichtsstunden am Tag von einer sonderpädagogischen Lehrkraft im Einzelunterricht beschult. Ob dies Folge der fehlerhaften Befunderhebung seitens der Villa Paletti ist, wird jetzt ein Gerichtsverfahren klären müssen. Dabei unterstützt uns die Krankenkasse, die ein eigenes MdK-Gutachten dazu anfertigen lässt, um dann ggfs. auch selbst die eigenen Aufwendungen aufgrund der Fehler der Villa Paletti zurück zu fordern.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Adresse von Villa Paletti?
Das Villa Paletti befindet sich in der Marienhölzungsweg 68, 24939 Flensburg, Deutschland
Wie lautet die Telefonnummer von Villa Paletti?
Sie erreichen das Villa Paletti unter +49 461 840990
Wie kommt man zum Villa Paletti?
Zum Villa Paletti gelangen Sie über den folgenden Link