Kaiserpfalz Kaiserswerth in Düsseldorf Die Ruine der Kaiserpfalz Kaiserswerth befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth. Die Pfalz geht auf eine Klostergründung des Mönchs Suitbert(us) um 700 zurück. Zu jener Zeit schenkten der fränkische Hausmeier Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis dem angelsächsischen Mönch eine durch Umrundung des alten Rheinarmes künstlich angelegte Rheininsel, auf der sich bereits ein fränkischer Fronhof – geschützt durch Erdwall, Graben und Palisaden – befand. Dieser entwickelte sich in der nachfolgenden Zeit zu einer wehrhaften Zollfeste. Am 23. Dezember 1982 wurde die Anlage in die Denkmalliste der Stadt in der Kategorie Burgen, Herrenhäuser, Befestigungen, Schlösser eingetragen. Der Name Kaiserswerth leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort werth für Insel her. Er bedeutet somit Kaiserinsel bzw. Insel des Kaisers. Geschichte: Der Standort des Fronhofes und des Klosters war gut gewählt: Zum einen ist der Rhein dort gut überblickbar, zum anderen trafen dort zwei wichtige Handelsstraßen, der Hellweg ins Innere Germaniens und die alte römische Handelsroute zwischen Xanten und Neuss, zusammen. 1016 wurde eine dortige Burg erstmals urkundlich erwähnt. In jenem Jahr söhnte sich Kaiser Heinrich II. mit dem Pfalzgrafen Ezzo von Lothringen aus und schenkte ihm Kaiserswerth samt Burg. Ezzos Sohn Otto gab die Schenkung 1045 im Gegenzug zur Ernennung zum Herzog von Schwaben durch König Heinrich III. an diesen zurück. Bereits kurz danach ließ Heinrich III. den vorhandenen Burgbau zu einer Königspfalz erweitern. 1050 waren die Bauarbeiten immerhin so weit gediehen, dass er sich mit seinem Gefolge für einige Zeit dort aufhalten konnte. Bis zu seinem Tod 1056 besuchte Heinrich III. nachweislich noch viermal Kaiserswerth. Diese erste salische Anlage ist heute zwar vollkommen verschwunden, doch machte sie Kaiserswerth damals zu dem Vorort der Duisburg-Kaiserswerther Grafschaft. Die verbleibenden Ruinen dienten fast zwei Jahrhunderte lang als Steinbruch für die Stadthäuser, so dass in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Ostseite der Anlage bis auf die Grundmauern abgetragen war. Im Jahr 1884 wurde durch den Bau eines Hochwasserdamms, der quer durch das Pfalzgelände verlief, weitere Bausubstanz zerstört. Der damalige Provinzialkonservator Prof. Paul Clemen begann 1899 mit Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten, die bis 1908 andauerten. Dabei wirkten sein Assistent Edmund Renard sowie der Architekt Gisbert Erkens (1866–1938) für die Bauaufnahme und als technischer Berater der Regierungs- und Geheime Baurat Emil Hasenjäger mit. Danach fiel die Ruine wieder in einen Dornröschenschlaf. Während des Dritten Reichs diente die Pfalz als nationale Gedenkstätte und regelmäßiger Treffpunkt der Düsseldorfer Hitlerjugend (HJ), die dort Propagandaveranstaltungen und nächtliche Fackelilluminationen durchführte. Die HJ-„Ehrenstätte“ wurde schon 1933 durch Baldur von Schirach eingeweiht. Es gab dort eine Gedenktafel für 21 getötete Hitlerjungen sowie eine „ewige“ Schlageter-Flamme im Gedenken an den Freikorpskämpfer und rechtsextremen Saboteur Albert Leo Schlageter. 1958 nutzte der französische Maler Georges Mathieu die Kulisse der Kaiserpfalz für eine Kunstaktion namens Die Entführung Heinrichs IV. durch den Erzbischof Anno von Köln aus der Kaiserpfalz zu Kaiserswerth: Assistiert durch Hans Peter Reuter, der ein rotes Kissen mit Malerpinseln trug, schritt er, gekleidet in einem roten Mantel, im Morgenrot feierlich durch die Ruine der Pfalz. Anschließend warf er die Pinsel vom höchsten Punkt der Ruine aus in den Rhein. Dokumentiert wurde die Aktion durch den Fotografen Charles Wilp. Von 1967 bis 1974 wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt.
Fotos
Bewertungen
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Pawel Sliwa ★★★★★
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Dieter Auerhahn ★★★★☆
Ein schöner Ort um spazieren zu gehen. Hätte mir nur ein Café zum verweilen gewünscht. Aber außer dem Restaurant "zum Burghof" gibt's dort nichts .
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markus sauer ★★★★★
Eine Burg ruine Kaiserspfalz direkt am Rhein in Kaiserswehrt sie ist geöffnet jeden Tag ausser den 31.10 Karfreitag und ist Kostenlos begehbar nicht weit von da gibt es auch einen kostenfreien Parkplatz.Mit kindern (kleine Ritter) ein Herlicher Ort zum verweilen!
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Polina Dorofeeva ★★★★★
Die Ruinen der Kaiserpfalz Kaiserswerth gehören zu den beeindruckendsten Orten im Norden von Düsseldorf. Die Burg wurde um 1045 erbaut und im 12. Jahrhundert von Kaiser Friedrich I. Barbarossa erweitert. Barbarossa war einer der bekanntesten Herrscher des Mittelalters und machte Kaiserswerth zu einem wichtigen strategischen Punkt am Rhein. Hier verliefen Handelswege, hier wurden Zölle erhoben, und die Burg war Teil eines ganzen Netzes kaiserlicher Festungen. Die Mauern bestehen aus dunklem Basalt und hellem Sandstein, teilweise bis zu sechs Meter dick. Selbst als Ruinen wirken sie noch mächtig. Zwischen den alten Steinen erkennt man Bögen, Spuren von Treppen und Fenster, aus denen man einst direkt auf den Rhein blickte. Heute ist es dort still – nur Wind und Blätterrauschen. Und doch kann man sich leicht vorstellen, wie hier einst Wachen standen und der Kaiser selbst durch den Hof ging.
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Tania Krause ★★★★☆
Die Kaiserpfalz liegt unmittelbar am Rhein und kann immer von Karfreitag bis zum 31.10, kostenlos besucht werden von 10:00-18:00 Uhr. Die Ruine ist begehbar und ein schönes Fotomotiv. Nur wenige Gehminuten entfernt befinden sich zwei große und kostenlose Parkplätze. Parkscheibe nicht vergessen! Die Gegend lädt auch zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.
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Heinrich Michael Knechten ★★★★★
Auf einer künstlich angelegten Rheininsel befand sich ein fränkischer Fronhof. Hier durfte der angelsächsische Mönch Suitbert um 700 ein Kloster anlegen. Die heute sichtbaren Ruinen stammen von Gebäuden, die 1193 fertiggestellt wurden. Ich mache hier gerne einen Spaziergang und denke an Ereignisse aus den vergangenen Jahrhunderten.
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Ute Waitschat ★★★★☆
Man beachte die Öffnungszeiten auf der Homepage! Wir waren am 12.11. dort und leider seit dem 01.11. geschlossen. Was wir aber "über den Zaun" so erkennen konnten handelt es sich hier um einen wunderschönen und sehenswerten Ort.
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Claudia Shari ★★★★★
Ganz toll zum spazieren gehen und um am Strand zu chillen und Steine zu sammeln! Das Dörfchen auch sehr süß mir vielen kleinen Geschäften!
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Manuela Borchardt ★★★★★
Ein Besuch ist es Wert. Interessant zu sehen. Man kann sehr schön am Rhein sitzen und den Schiffs Verkehr beobachten. Die Stadt ist sehr schön viel Möglichkeiten um Restaurants zu besuchen Eis zu essen und Geschäfte genießen. Kann ich nur jedem empfehlen dorthin zu fahren
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Häufig gestellte Fragen
Wann hat Kaiserpfalz Kaiserswerth geöffnet?
Öffnungszeiten von Kaiserpfalz Kaiserswerth: Mo–So 10:00–18:00.
Hat Kaiserpfalz Kaiserswerth jeden Tag geöffnet?
Ja, Kaiserpfalz Kaiserswerth hat an 7 Tagen pro Woche geöffnet.
Wo befindet sich Kaiserpfalz Kaiserswerth?
Adresse: Burgallee, 40489 Düsseldorf, Deutschland.
Wie lautet die Telefonnummer von Kaiserpfalz Kaiserswerth?
Telefon: +49 211 22973077.