Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien Stuttgart, staatlich anerkannt
“Ich versuche mal für angehende Studis meine Erfahrungen möglichst authentisch zu schildern: Zu Beginn des Studiums war ich etwas skeptisch, weil mir die Inhalte nicht sofort greifbar erschienen, die Kurswahl organisatorisch frustrierend war und mir einige Kurse überhaupt nicht zugesagt haben. Im laufe des Studiums habe ich aber immer mehr sehr gute Kurse besucht und auch gemerkt: Wenn man hier etwas nicht cool findet, kann man etwas ändern, wenn man mit den richtigen Leuten redet! Die meisten Studis regen sich nur unter sich auf. Tut euch zusammen, sprecht es an! Das Beste am Studium waren für mich die Menschen – sowohl unter den Dozierenden als auch unter den Studis. (Man baut im übrigen auch recht schnell seine Vorurteile gegenüber Privatstudierenden ab.) Ich habe die Atmosphäre an der Merz als sehr offen erlebt und als eine Art Safe Space. Queerfeminismus z.B ist dort einfach Konsens, und das find ich schon ziemlich cool. Die Gemeinschaft mit anderen Kunstschaffenden war sehr schön, das habe ich während des Studiums glaube ich nicht so wertgeschätzt, im Nachhinein schade. Auch viele andere haben an der Merz nicht allzu viel Zeit verbracht, es war immer recht leer. Hier meine Ermutigung: Nutzt die Gemeinschaft dort! Rückblickend würde ich sagen: Die Merz Akademie ist eher kein Ort, an dem man eine klassische Ausbildung für den Werbemarkt bekommt. Stattdessen ermutigt sie dazu, eigene Fragestellungen zu entwickeln und künstlerisch zu arbeiten. Das fordert Eigeninitiative – aber genau das hat mich künstlerisch und auch persönlich sehr weitergebracht. Und auch die Kontakte der Lehrenden bringen einen noch nach dem Studium weiter. Um es kurz zu machen: trotz anfänglicher Schwierigkeiten bin ich heute dankbar für die Begegnungen und Impulse.”