Dicke Marie
“Die „Dicke Marie“ ist die älteste bekannte Eiche Berlins und steht im Tegeler Forst, nahe der Straße An der Malche 1 in Berlin-Tegel. Ihr Alter wird auf rund 800 bis 900 Jahre geschätzt, was sie zu einem der bedeutendsten Naturdenkmale der Stadt macht. Der Name „Dicke Marie“ geht der Überlieferung nach auf die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt zurück, die den mächtigen Baum im 18. Jahrhundert nach der korpulenten Köchin ihres Elternhauses benannten. Die Eiche beeindruckt durch ihren gewaltigen Stammumfang von über sieben Metern und ihre knorrige Gestalt, die von den Jahrhunderten gezeichnet ist. Trotz ihres hohen Alters und einiger Schäden durch Sturm und Witterung steht sie noch immer stabil und vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck von Naturgeschichte mitten in der Großstadt. Die Umgebung im Tegeler Forst mit dem nahegelegenen Tegeler See macht den Besuch besonders reizvoll. Spaziergänger und Radfahrer erreichen die Dicke Marie leicht über die Waldwege, und eine Informationstafel vor Ort erläutert die Geschichte des Baumes. Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen der beeindruckenden Erscheinung der Eiche, sondern auch wegen ihrer symbolischen Bedeutung: Sie ist ein lebendiges Zeugnis der Berliner Naturgeschichte und zugleich ein Ort, der die Verbindung von Kultur, Legende und Landschaft sichtbar macht.”