Psychiatrische Tagesklinik und Institutsambulanz Roth
“Meine persönliche Erfahrung der Praxis TK und PIA nach einer Woche Aufenthalt. Mein erster Eindruck: Als ich die Praxis erstmals betrat, hatte ich sofort das Gefühl, angekommen zu sein. Die freundliche Atmosphäre, die hellen Räume und das angenehme Klima vermittelten direkt Geborgenheit. Vom ersten Moment an wurde ich herzlich aufgenommen – von Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten, Pflegekräften und auch von Patientinnen und Patienten. Der Einstieg: Der erste Tag startete um 8:00 Uhr – wie auch die weiteren, an denen man zwischen 8:00 und 8:30 Uhr eintreffen sollte, da das Tagesprogramm um 8:30 Uhr beginnt. Jeder neue Patient bekommt einen „Paten“, der bei der Orientierung hilft und für Fragen bereitsteht – eine tolle Idee, die meinen Start sehr erleichtert hat. Danach folgte ein Gespräch mit einer Pflegekraft, bei dem organisatorische Dinge, mein Therapieplan und meine Gruppenzugehörigkeit (Gruppe 3) besprochen wurden. Therapieablauf und Tagesstruktur: Der Tag beginnt mit der Morgenrunde. Dabei reflektiert man, wie der vorherige Nachmittag/Abend verlaufen ist und ob selbstgesetzte Ziele (Selbstfürsorge und Pflichtaufgaben) erreicht wurden. Eine einfache, aber effektive Methode, um Struktur und Achtsamkeit in den Alltag zu bringen. Danach folgte meist eine 15-30-minütige Pause. Ergotherapie: Besonders hervorheben möchte ich die Ergotherapie bei Frau Johne und Frau Schleicher. Beide arbeiten fachlich hervorragend und begegnen den Patient*innen mit Wärme, Verständnis und Feingefühl. Hier steht nicht das „Leisten müssen“ im Vordergrund, sondern kreativer Ausdruck, persönliche Ziele und Entwicklung – im eigenen Tempo. Mein Wunsch, begonnene kreative Arbeiten zu beenden, wurde teils als Zwang oder Perfektionismus gedeutet. Für mich war es jedoch ein Bedürfnis, im kreativen Flow zu bleiben. Ich wünsche mir, dass solche Motivation stärker als Ausdruck von Selbstwirksamkeit gesehen wird. Dennoch habe ich mich stets gut begleitet gefühlt. Psychotherapie: Die Sitzungen sind vielseitig und gut strukturiert. Am ersten Tag nahm ich bei Frau Eichler an einer Gruppenstunde zu Glaubenssätzen teil – ein Thema, das ich kannte, aber durch die Diskussion neu betrachten konnte. Ihre Fachkompetenz, Empathie und angenehme Ausstrahlung schufen sofort Vertrauen. Alltag & Verpflegung: Die Mittagspause dauert 45 Minuten. Jede Woche gibt es neue Essenspläne zur Auswahl. Alternativ kann man eigenes Essen mitbringen oder im nahegelegenen Supermarkt einkaufen. Wasser, Tee und Kaffee stehen kostenlos bereit. Ein flexibles, durchdachtes Konzept, das auf die Bedürfnisse der Patient*innen eingeht. Weitere Einblicke: Auch der restliche Tag ist gut strukturiert – mit Oberarzt-Visite, sozialen Interaktionen (z. B. Spielen), Tagesabschluss oder Angeboten wie Yoga, Qi-Gong, Entspannungstechniken und meditatives Malen. Besonders gefallen haben mir die Nordic-Walking-Stunden mit Frau Schleicher und die Mittwochs-Aktivitäten außerhalb der Praxis, bei denen man sich besser kennenlernt. Auch Psychoedukation, Achtsamkeit und Kompetenztraining sind fest integriert und bieten viele Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Mein Fazit: Ich kann die Psychiatrische Tagesklinik und Institutsambulanz in Roth uneingeschränkt empfehlen. Das gesamte Team, von Ärzten über Psychologen bis zu Pflegekräften – arbeitet engagiert, empathisch und professionell. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt, schnell Anschluss gefunden und wurde stets ernst genommen. Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team für Geduld, Vertrauen und Unterstützung – ich freue mich auf die weitere Zeit bis zu meiner Entlassung! Viele Grüße, Loris”