Tagesklinik an der Sternbrücke Dr. Kielstein GmbH
“Schlafprobleme Die Reduktion von Neuroleptika kann zu vorübergehenden, aber auch länger anhaltenden Problemen beim Einschlafen oder Durchschlafen führen. Schon vor Beginn einer Reduktion ist es deshalb sinnvoll, ❚ sich gezielt zu überlegen, was Ihnen bei Schlafstörungen helfen kann. ❚ sich damit auseinanderzusetzen, gegebenenfalls bisherige Gewohnheiten (z.B. regelmäßiges Trinken von Kaffee, die Einnahme anderer wach machender Substanzen) schon vor dem Beginn der Reduktion langsam zu verändern. ❚ Ihren Tag-Nacht-Rhythmus so weit umzustellen, dass Sie regelmäßig und zur gleichen Zeit vor 23 Uhr schlafen gehen, weil die erste Tiefschlafphase schon vor Mitternacht beginnt. ❚ ein subjektiv angenehmes Schlafritual zu entwickeln, welches Sie jeden Abend gleich gestalten. Dadurch geben Sie Ihrem Körper das Signal, sich auf Nachtruhe und Schlafen einzustellen. Warum Ärztinnen und Ärzte oft nicht beim Absetzen helfen ❚ Sie haben Angst, die Stabilität des Patienten zu gefährden. ❚ Sie fühlen sich für den Patienten verantwortlich. ❚ Sie leiden unter Zeitmangel (Absetzen erfordert Begleitung, ist eventuell mit Notfallterminen in Krisenzeiten verbunden). Zusätzlich anfallender Zeitaufwand wird von den Kassen nicht bezahlt, obwohl im Erfolgsfall dauerhaft weniger Medikamente verschrieben werden müssen und damit auch die Kosten für die Kassen sinken. ❚ Sie haben schlechte Erfahrungen mit dem Reduzieren und Absetzen gemacht. Eine neue Krise kann auch mit Rückschritten verbunden sein. ❚ Sie glauben an die Unheilbarkeit von Psychosen. ❚ Sie halten sich an die in den Lehrbüchern und von der Fachgesellschaft vorgegebene Regel zur Einnahme von Neuroleptika (1 Jahr, 2 Jahre, 5 Jahre, ein Leben lang). ❚ Sie wissen, dass alles auch noch schlimmer kommen kann. ❚ Sie haben den Eindruck, dass der Patient noch psychotisches Erleben hat oder an Teilen seines Wahns festhält. ❚ Sie befürchten erneute/häufige Krankenhauseinweisungen, denn diese sind nicht gut für den Ruf einer Praxis. ❚ Sie denken auch an den Stress, den ein Absetzversuch für die Angehörigen bedeuten könnte.”