SchwuZ Queer Club
“Ein weiteres Glanzstück aus der Reihe „Wie man durch vermeintliche Professionalisierung, Größenwahn und Kommerzialisierung alles gründlich an die Wand fährt“. Es wird allenthalben so getan, als wäre das Schwuz irgendein ehrwürdiger Traditionsclub. Lächerlich. Das Schwuz war einmal ein selbstverwaltetes Biotop voller Chaos, Kreativität und Herzblut. Ein Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen zusammengekommen sind, was ausprobiert, gewagt, versagt, gelernt – und nicht selten Großartiges geschaffen haben. Und dann kam sie, die große Ära der Excel-Propheten und Optimierer mit dem Lächeln von Sparkassenberatern und offensichtlich nicht einem Funken Gespür. Nun, was soll man sagen? Sie haben’s geschafft. Sie haben das Ding so gründlich ruiniert, dass selbst die Geister der alten Nächte jetzt wahrscheinlich im Takt der Kassenzettel weinen. Was bleibt? Verbrannte Erde, leere Bühnen und ein süßlich-fader Nachgeschmack. Gratulation! Wirklich eine Meisterleistung im Kunstfach „Wie man ein Herz durch einen Businessplan ersetzt.“ Einen solchen Abgang hat das SchwuZ nicht verdient. Unvergesslich. R.I.P.”