Strandhotel Glücksburg
“"Kaiserlich frühstücken mit Meerblick und Möwenmeinung – Das Strandhotel Glücksburg" Als ich zum ersten Mal das Strandhotel Glücksburg betrat, fühlte ich mich, als wäre ich versehentlich in eine Mischung aus norwegischem Märchenschloss und hanseatischem Feuchttraum gestolpert. Bereits die Fassade schreit: „Hier hätte auch der Kaiser Urlaub gemacht – hätte er Tripadvisor gekannt.“ Historischer Einschub: Das Hotel wurde 1872 erbaut, vermutlich weil irgendjemand fand, dass der Blick auf die Flensburger Förde zu schön ist, um ihn nur den Fischen zu überlassen. Man munkelt, dass schon Kronprinz Friedrich Wilhelm sich hier den Schnurrbart am Ostseeseewind gestylt hat – und dass die Matratzen damals schon angenehm kaiserlich waren. Drinnen riecht es nach Holz, frischer Nordluft und diskreter Eleganz – also nach einem Ort, an dem man mit gutem Gewissen den dritten Prosecco zum Frühstück bestellen kann. Das Personal ist so freundlich, dass ich mehrmals kontrollieren musste, ob ich nicht aus Versehen adoptiert wurde. Sie sagen „Moin“ mit einer Überzeugung, als hätten sie’s erfunden. Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen – es sei denn, man wünscht sich Currywurst um sieben Uhr morgens. Aber wer braucht das schon, wenn es hausgemachte Marmelade, frischen Lachs und Croissants gibt, die so französisch sind, dass sie mir beinahe „Liberté, Égalité, Frühstück“ zugeraunt haben. Fazit: Das Strandhotel Glücksburg ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Eleganz und eine gesunde Portion norddeutscher Gelassenheit die Hand reichen – vermutlich mit weißen Handschuhen. Wer schon immer mal wie ein dänischer Prinz (oder wenigstens wie sein charmanter Cousin) Urlaub machen wollte, ist hier goldrichtig. Nur auf die Möwe sollte man hören – die kennt sich aus.”