Stadtküken Kita Mühlenhof
“Die Kita Mühlenhof liegt richtig schön an der Wandse und ganz nah am botanischen Sondergarten, wo die Kinder manchmal Ausflüge hin unternehmen. Gleich nebenan in der alten Ölmühle und einem weiteren Gebäude liegen zwei Schwesternkitas (ebenfalls Stadtküken). Der Mühlenhof ist das alte Herrenhaus, ein hübscher Altbau. Die Räume sind nicht riesig, aber sehr liebevoll eingerichtet, immer passend zu den Jahreszeiten mit den Kindern dekoriert und gerade renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet worden. Der Außenbereich ist nicht enorm groß, hat meinen Kindern mit viel Sand, Schaukel, Spielturm, Häuschen, Bänken, Planschzeiten und gelegentlichen Ausflügen in die Gärten der Nachbarkitas aber immer gereicht. Die aktuelle Leitung ist sehr bewusst, respektvoll und wertschätzend gegenüber Kindern, Eltern und (so weit wir das mitbekommen) Mitarbeitenden. Eine echte Perle. Auch bei heikleren Themen (zb anstehende Veränderungen, Konflikte, Unsicherheiten, Pandemie) oder wenn das belastete Kitasystem hier und da an seine Grenzen stößt, bleibt sie positiv im Gespräch und navigiert mit optimistischer Gelassenheit. Unser älteres Kind hat den Mühlenhof vier Jahre (Krippe und Ele) und unser jüngeres bisher eineinhalb Jahre (Krippe) besucht. Beide Eingewöhnungen wurden mit viel Ruhe und Geduld angegangen und sind unkompliziert verlaufen. Hätten unsere Kinder besondere Bedürfnisse in der Eingewöhnung gehabt, wäre auch dafür Raum gewesen. Auch in ihren Gruppen haben sich unsere Kinder bisher immer sehr wohl gefühlt und sind immer gerne hingegangen. Was wir an der Kita besonders schätzen, sind vor allem die Menschen. Ich empfinde sowohl die Krippen- als auch die Elemitarbeiter:innen als sehr zugewandt, offen, liebevoll, kreativ, engagiert und geduldig – durch alle Stimmungen und Tagesformen hindurch, die die Kinder so mitbringen. Wenn ich frage, wie der Tag meines Kindes war, bekomme ich eine Antwort, die mir zeigt, dass mein Kind gesehen und bewusst durch den Tag begleitet wurde, kein 08/15-Abgespeise. Wir als Familie fühlen uns immer absolut gesehen, gehört und abgeholt. Ich hatte und habe außerdem immer das Gefühl, dass meine Kinder genauso gesehen, wertgeschätzt und willkommen sind, wie sie sind. Auch, wenn sie mal ungestüm sind und Abläufe eher stören als zu befolgen. Wenn es etwas gibt, was mich stört, dann sind es alles Sachen, die auf ein angeschlagenes Kitasystem zurückgehen: gelegentlicher Personalwechsel oder -mangel aufgrund der Personallage insgesamt oder bei Krankheitswellen. Dadurch natürlich im Herbst und Winter auch hin und wieder Zeiten, in denen darum gebeten wird, Kinder mal zuhause zu betreuen. Als großelternlose Eltern, die beide arbeiten, wurden wir aber nie schräg angeschaut, wenn wir dieser Bitte nicht gut nachkommen konnten und die Betreuung weiterhin in Anspruch genommen haben. Gibt es einen Personalwechsel, empfinde ich es so, dass alle (inkl. Trägerorganisation) sehr bemüht sind, gute Leute zu finden und zu halten und gleichzeitig den Kindern größtmögliche Kontinuität zu bieten. Heißt: Die Stammerzieher:innen hauen in dünn besetzten Zeiten besonders rein, für die Kinder da zu sein. Ein Engagement, das nicht selbstverständlich ist. Was die Teams übrigens trotzdem schaffen: liebevoll gestaltete Sommer- und Laternenfeste vorzubereiten, auf denen wir uns immer superwohl fühlen. Fazit: Ich würde meine Kinder immer wieder in diese Kita geben. Die Leitung und ihre Teams haben das Herz genau da, wo ich es bei Menschen haben will, die meine Kinder betreuen. Was hier und da fehlt, fehlt deshalb, weil unser Kitasystem ist, wie es ist. Und damit kann ich und konnten meine Kinder immer sehr gut leben.”