REWE
“Es begann mit einem Markt. Dem Rewe von Klotzsche, errichtet in jenen Tagen, als die Menschen noch glaubten, dass seine Türen für immer offen stünden. Viele Jahre diente er dem Volk. Seine Regale waren reich, seine Kassen klangen wie helle Glocken, und Tag für Tag kamen die Menschen, unter das leuchtende Rot seines Zeichens. Doch mit den Jahre nagte der Zahn der Zeit an seinen Mauern. Die Böden knarrten, die Dächer wurden schwer, und Staub legte sich über alles. Schlussendlich fiel ein Entschluss – ein dunkler, unausweichlicher: Der Rewe von Klotzsche schloss seine Tore. Und eine Stille legte sich über den Ort. Dann aber kam der Wandel. Handwerker zogen herbei, wie Zwerge aus den alten Zeiten, mit Hammer und Feuer, mit Plänen und Mut. Sie rissen nieder, was einst gewesen, und bauten neu – größer, heller, und schöner als zuvor. Und nach vielen Monden, als die Geduld der Menschen längst zu Hoffnung geworden war, öffneten sich die Tore aufs Neue. Ein neuer Rewe erhob sich, mächtiger als je zuvor, seine Gänge weit wie Straßen, seine Früchte glänzend wie Juwelen, seine Kassen schnell wie Zauberei. Und so kehrte das Leben zurück nach Klotzsche. Und die Menschen sprachen: „Dies ist nicht mehr nur ein Rewe. Dies ist DER REWE.“”