MEDIAN Klinik Bad Gottleuba
“Wie ich mir von einer Therapeutin habe sagen lassen, ist es die älteste in Betrieb befindliche Reha-Einrichtung Deutschlands. Und was soll ich sagen: Dieses Jugendstil-Ensemble über mehrere Terrassen am Hang - mit vielen Einzelgebäuden und einem riesigen Park - es hat seinen Flair, seinen Reiz. Schade, daß drei Gebäude unsaniert und ungenutzt dastehen und mehr oder weniger darunter leider, unter anderem der Blick- und Mittelpunkt der Anlage: das Kurmittelhaus (schön, daß dessen Uhr nebst Viertelstundengong wenigstens funktioniert). Sicherlich ist alles eine Geldfrage, zumal die Anlage meines Erachtens unter Denkmalschutz steht. Und Fakt ist sicherlich auch, daß man hier nie fertig wird; weder im Park noch an und in den Gebäuden und auch nicht an der Außen-Infrastruktur, wie manche gesperrte Treppe beweist. Die Feststellung, daß unser Staat der größte Preistreiber ist und obendrein Finanzen, welche von deutschen Steuerzahlern erwirtschaftet werden, zweckentfremdet in schwindelerregenden Größenordnungen zum Fenster rauswirft, lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen... Die Gebäude mit ihrem wunderbaren Vergangenheits-Charme sowie die verschiedenen Behandlungs-, Therapie- und Seminarräume und nicht zuletzt die Patientenzimmer sind zweckmäßig, modern ohne übertriebenen Luxus, sauber und in völlig akzeptablen Zustand. Je nach Modernisierungs- oder Verschleißgrad werden Patientenzimmer schrittweise noch oder wieder saniert. Die notwendigen Wege zwischen den Gebäuden sah ich nicht als Belastung an, sondern für mich persönlich als willkommenes Angebot an Bewegung und frischer Luft sowie der Möglichkeit der Kontakte und der Kommunikation. Geschlafen habe ich wunderbar, das Essen war ausreichend und hat geschmeckt; hier zu jammern wäre jammern auf hohem Niveau. An dieser Stelle einen großen Dank und viel Lob an den Reinemachdienst und die Küchenkräfte jeglicher Art und Dienststellung. Sehr zufrieden bin ich auch mit sämtlichen Therapien und den Therapieplänen; mit meinem Mitspracherecht bei Änderungswünschen sowie dem stets freundlichen und offenen Entgegenkommen aller Ärzte, Schwestern und Pfleger, Therapeuten und Rezeptionsmitarbeitern - und zwar bei allen Problemen oder Wünschen jeglicher Art - sowie mit der stets freundlichen und netten, hilfsbereiten Patientenmanagerin in der Psychosomatik Haus 6. Freizeitmäßig wird seitens verschiedener Veranstalter das Eine oder Andere angeboten; für mich war vor allem die unmittelbare Nähe in die Wandergebiete der Region - gelegen zwischen Elbtal, Osterzegebirge und Elbsandsteingebirge - das abwechslungsreichste und schönste Freizeitangebot. Und ich habe seit mindestens 25...30 Jahren wieder mal ausgiebig(!) Tischtennis gespielt und war überrascht, wie gut das mit fast 61 Jahren noch geht. Ein Mitpatient, welcher vor mir abgereist ist, nannte seinen Aufenthalt hier als "geschenkte Lebenszeit". Ich kann diese Einschätzung nur wiederholen - und gerade als Psychosomatikpatient ist genau DAS sehr wichtig. Ich persönlich versuche jedenfalls soviel wie möglich von hier für meinen Alltag in der Welt da draußen mitzunehmen. Ich wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - von der Reinemachfrau bis zum Chefarzt - alles erdenklich Gute und zufriedene Patienten. P.S.: Meine Frau besuchte mich nach ca 2/3 der Reha für fünf Tage (Aufbettung in meinem Zimmer) und fühlte sich sehr wohl. Trotz laufendem Reha-Therapieablauf waren die fünf Tage (Do-Di) wie ein kleiner Kurzurlaub für uns. Auch dafür Dank an alle Verantwortlichen.”