Donau-Hotel
“Also, das Donau-Hotel verfolgt ein komplett neuartiges Beherbergungskonzept, welches man sonst noch nicht findet. Es verzichtet quasi komplett auf Personal. Ich bin überzeugt, dass sich dieses Konzept künftig durchsetzen wird. Dieses funktioniert folgendermassen: Man parkt das Auto auf dem Hotelparkplatz, des kostet nix. Dann steht man vor dem Haupteingang und es ist niemand da. Die Türe ist verschlossen. Es gibt aber auch einen Hintereingang, der ist awa auch verschlossen. Aber, das ist nicht so schlimm, andere Gäste übernehmen Hilfsdienste und öffnen einem bereitwillig die Tür. Das ist schon mal gut. Bei uns war das ein Pole, ganz netter Typ, sehr hilfsbereit, man konnte sich aber nicht mit ihm unterhalten. Die angegebenen Zeiten, an welchen die Rezeption besetzt sein soll, sind als unverbindlich zu betrachten. Das heisst, man hat erstmal keinen Zimmer-Schlüssel Aber man hat ja von Booking vorab einen Code erhalten, mit welchem man den Schlüsselsafe entriegeln kann. Dieser Code ist ebenfalls als unverbindlich zu betrachten, bei uns hat er nicht funktioniert. Gozeidank hängt da eine Notfalltelefonnummer: Die funktioniert auch tadellos, da hebt auch gleich wer ab, bei uns eine nette Dame und die verrät einem dann einen weiteren Code, einen Notfallcode sozusagen, und dieser funktioniert perfekt. Dann steht man an der Rezeption, da kann man sich Bonbons nehmen, ganz tolle mit Himbeer- und Kirschgeschmack, weich, zahnfreundlich, die nes so an den Zähnen pappen. Jetzt ist man im Frühstücksbereich. Da befindet sich ein Kühlschrank und ne Mikrowelle. Hier kann man sich Tiefkühlpizza nehmen und in der Mikrowelle zubereiten. Hamma ned gemacht. Ferner gibt es auch Steak, ich weiss ned, wie man das zubereiten soll, hamma ned gemacht. Spirituosen stehen ebenfalls in großer Anzahl bei Bedarf zur Verfügung. Hamma ned genommen. Das ganze Konzept beruht auf Vertrauensbasis. Die glauben hier noch an das Gute im Menschen, Oberpfalz halt. Anmeldeformulare liegen auch in ausreichender Menge bereit. Hamma ordentlich ausgefüllt und ins vorgesehene Fach gelegt. Und dann sind da noch so Karten mit Sinnsprüchen, erinnert thematisch entfernt an chinesische Glückskekse. Ich hab mir einen mitgenommen, den hebe ich auf. Im Zimmer habe ich mich wohlgefühlt, Doppelbett , Dusche, Fernseher. Und auf dem Bett, da liegt so ein nettes Schlaftier, ich wusste nicht, ob man das mitnehmen darf, ich habe es mal vorsorglich dagelassen, wie gesagt, dieses neuartige Beherbergungskonzept beruht auf Vertrauen, das wollte ich keinesfalls sabotieren. Mehr braucht man nicht. In der Nähe gibt es eine tolle Pizzeria, verkehrsgünstig gelegen unter der Autobahnbrücke, mit einem idyllischen Garten. Gegessen habe ich Bolognese, richtig italienisch, nicht mit Spaghetti, sondern mit breiten Nudeln, wie es sich gehört Da kriegt man zum Abschied aufs Haus einen Ramazzotti, dessis super. Uns hat es gefallen. Am nächsten Tag sind wir mit den Rad den Naabtalradweg gefahren.”