Tor Bistro
“Es war an einem gar wohlgeratenen Tage des Herrn, da verschlug es mich, in trauter Mittagsstund, in das Etablissement eines höchst ehrbaren Dönermanns, dessen Name in hiesiger Gegend mit großer Achtung ausgesprochen wird. Schon beim Betreten der Stätte ward ich empfangen von wohlduftenden Aromen, die mich sogleich an ferne Morgenländer gemahnten und die Sinne in wohlige Erwartung versetzten. Der Meister hinter dem Spieß – ein Mann von tugendhafter Geschicklichkeit und feinem Wesen – verstand es, das Fleisch mit solcher Behände vom rotierenden Feuerlaufe zu schneiden, dass es fast einer kunstvollen Zeremonie gleichkam. Der Fladen ward frisch und warm dargeboten, mit knackigem Gemüse geziert, und die Saucen – oh, welch Labsal! – schienen vom Himmel selbst inspiriert. Ein jedes Bissen war gleich einem Hymnus an den Geschmack. Preis und Portion standen in wahrhaft tugendhaftem Verhältnis; man merkte, dass hier nicht der schnöde Mammon, sondern die innige Liebe zur Speise den Ausschlag gab. Ich darf mit Fug und Recht behaupten: Solch ein Döner gereicht nicht bloß dem Gaumen zur Freude, nein! Er adelt auch das Handwerk des Kochens. Möge diesem ehrwürdigen Herrn und seinem würzgesegneten Werke noch vielerlei Gunst beschieden sein! Mit ehrerbietigem Gruße, Ein höchlich zufriedener Gast Wenn Ihr wünscht, dichte ich noch ein Lobgedicht hinzu!”